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Diese jungen Menschen engagieren sich

Garbsen Diese jungen Menschen engagieren sich

Ob Einkauf oder Behördengang: Garbsen hat 21 neue Integrationslotsen, die nach einer dreimonatigen Ausbildung die Flüchtlinge in der Stadt in ihrem Alltag unterstützen wollen. Noch zeichnet sie nur ein Zertifikat aus, die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.

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Junges Engagement: Dozentin Mona Balsters (von links) hat den neuen Integrationslotsen Alina Weisbach, Pascal Bonneß und Annika Strehlow, dreien von 21, die Zertifikate überreicht.

Quelle: Linda Tonn

Garbsen. Um Flüchtlingen helfen zu können, muss man nicht alt und weise sein - jedenfalls wenn es nach Annika Strehlow geht. Die 16-jährige Schülerin ist das Küken unter den neuen Integrationslotsen, die sich ab sofort in der Flüchtlingsarbeit der Stadt engagieren werden. „Irgendwas muss man doch machen“, sagt sie und ist mit dieser Einstellung nicht allein.

Es ist schon der zweite Kurs von ehrenamtlichen Integrationshelfern im Alter von 16 bis über 70 Jahren, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, sie im Alltag begleiten und ihnen so das Ankommen in Deutschland so leicht wie möglich machen.

In einer 50-stündigen Ausbildung haben sich die engagierten Helfer mit dem Thema Asylrecht auseinandergesetzt und ihre interkulturellen Fähigkeiten geschärft - aber auch viel über sich und ihre Persönlichkeit gelernt: „Man kann die Integrationslotsen nicht vor negativen Erfahrungen schützen“, sagt Dozentin Mona Balsters. Trotz aller guten Absichten könne es auch passieren, dass der betreute Asylbewerber abgeschoben wird und in sein Land zurückkehren muss. Als Integrationslotse müsse man auch lernen, Distanz aufzubauen, sonst könne man die Arbeit nicht lange machen.

„Danke, dass Sie sich dieser Herausforderung stellen“, sagte Sozialdezernentin Iris Metge bei der Übergabe der Zertifikate. Niemand wisse, wie viele Menschen noch kommen werden. Eines sei aber sicher: „Die Aufgabe ist nicht ohne die Unterstützung der Ehrenamtlichen zu schaffen.“

Die Integrationslotsen werden ihren persönlichen Fähigkeiten, ihrer zeitlichen Verfügbarkeit oder ihrem beruflichen Hintergrund entsprechend eingesetzt, um Flüchtlingen über die Hürden des Alltags zu helfen. Das kann die einfache Hilfe beim Einkauf sein, ein gemeinsamer Ausflug, aber auch die Begleitung bei Behördengängen, Arztbesuchen und Hilfe bei sprachlichen Problemen.

Das Engagement der Garbsener sei ungebrochen, sagte Metge. Es gebe schon Vormerkungen für einen weiteren Kurs, der nach den Sommerferien starten wird.

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