Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
SPD über Badepark-Ultimatum empört

Garbsen SPD über Badepark-Ultimatum empört

Die SPD Berenbostel bleibt ihrer Linie treu: Sie will weiterhin gegen das Zentralbad und mit dem frisch gegründeten Freundeskreis zum Erhalt des Badeparks für die Sanierung dieser Einrichtung kämpfen. Das bekräftigt SPD-Ratsherr Dieter Roggenkamp in einer Pressemitteilung. Roggenkamp kandidiert außerdem für das Amt des Ortsbürgermeisters.

Voriger Artikel
Fußball spielen gegen Rassismus
Nächster Artikel
Die Stadt lässt 90 Linden pflanzen

Dieter Roggenkamp (rechts) hatte kürzlich als Umweltausschussvorsitzender zu einer Begehung des Geländes für das Zentralbad eingeladen, die dann eskalierte.

Quelle: Bernd Riedel

Berenbostel/Stelingen. Die Berenbosteler Sozialdemokraten unterstützen die Badepark-Freunde auch in ihrer Ablehnung des Ultimatums: Die Ratsmehrheit hatte kürzlich gegen die Stimmen der SPD beschlossen, dem Verein bis zum 30. Mai Gelegenheit zu geben, ein nachvollziehbares Konzept vorzulegen.

Die „plötzliche Eile“ beim Abriss des Badeparks in Berenbostel und das Ultimatum für den Förderkreis Badepark stoßen bei der Berenbosteler SPD auf Empörung und Widerstand. „Ohne Bürgerbefragung sollen hier von CDU, Grünen und Unabhängigen Tatsachen geschaffen werden, unter Hinweis auf die Stadtfinanzen“, schreibt Roggenkamp, „obgleich Garbsens Verschuldung nur bei 150 Euro pro Einwohner liegt.“ Zusätzlich seien für die Sanierung des Badeparks schon 1,5 Millionen Euro für die nicht erfolgte Ausschreibung an Kosten entstanden. Auch hab es mit dem Siegerarchitektenbüro keinerlei Gespräche über mögliche Sparmaßnahmen gegeben, schreibt Roggenkamp.

Verwunderlich sei auch, dass „die bisherige Wasserfläche von 2000 Quadratmetern beim Zentralbad auf 550 Quadratmeter verringert und dennoch die Betriebs- und Unterhaltungskosten von 2,2 Millionen Euro jährlich nur auf rund 1,4 Millionen Euro gesenkt werden. „Ein Zentralbad ohne Freibad neben der Autobahn, vor einem Umspannwerk und hinter einem Regenrückhaltebecken“ ist nach SPD-Ansicht „für eine kinder- und familienfreundliche Universitätsstadt wahrlich kein Aushängeschild“.

Mit dieser Einschätzung steht die SPD gegen alle Fraktionen des Rates: CDU/FDP, Grüne und Unabhängige vertreten den Bau des Zentralbades ebenso vehement wie die SPD dessen Ablehnung. Die Fraktionen tun das eigenem Bekunden unter dem Gesichtspunkt der Sparsamkeit und der Senkung der Betriebskosten, aber auch unter städtebaulichen Erwägungen. Daher wird dieses Thema vermutlich alle anderen Themen im Wahlkampf überschatten. Auch die Badepark-Freunde hatten angekündigt, ihren Protest fortzuführen, auch wenn der Badepark abgerissen werde.

Dieter Roggenkamp will Ortsbürgermeister in der Ortschaft Berenbostel werden. Er ist von den Mitgliedern aus Berenbostel und Stelingen auf Platz 1 der Ortsratsliste gesetzt worden. Roggenkamp war viele Jahre SPD-Ratsfraktionsvorsitzender, langjähriger Vorsitzender des Bauausschusses, Vorsitzender des Verbandsversammlung der Volkshochschule Hannover-Land.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sluj0wh59v19xn2hl5c
Advent in der Sprache der Musik

Fotostrecke Garbsen: Advent in der Sprache der Musik

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr