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Ruhewald - ja oder nein?

Garbsen/Schloß Ricklingen Ruhewald - ja oder nein?

In Schloß Ricklingen wird der Plan der Humanisten, einen Ruhewald zu betreiben und zugleich den städtischen Friedhof am Lönsweg in Trägerschaft zu übernehmen, leidenschaftlich diskutiert. Niemand will vorschnell Porzellan zerschlagen, doch gebe es viele offene Fragen, sagen die Ortsratsfraktionen von SPD und CDU und die Kirchengemeinde.

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In der Verlängerung des städtischen Friedhofs am Lönsweg in Schloß Ricklingen wollen die Humanisten einen Waldfriedhof eröffnen. Es gibt Gegenwind.

Quelle: Bernd Riedel

Schloß Ricklingen. Die Kirchengemeinde hat überraschend Interesse an einer Trägerschaft bekundet: "Das Thema beschäftigt uns schon länger. Sofern eine Wirtschaftlichkeitsüberprüfung positiv ausfällt, würden wir gern als Mitbewerber aufgenommen werden", sagt Pastorin Susanne Sander. Die Landeskirche verlange die Prüfung, daher sei eine Zusage jetzt nicht möglich. "Wir plädieren nur dafür, in Ruhe zu überlegen, Zeitnot besteht ja nicht", sagt Sander.

Die Humanisten planen den Erwerb eines etwa einen Hektar großen Waldgrundstücks in der Verlängerung des städtischen Friedhofs am Lönsweg in Schloß Ricklingen - als Alternative und Ergänzung zu den bestehenden kirchlichen und städtischen Angeboten in Garbsen. Für diese Ansicht gibt es Unterstützer in Schloß Ricklingen. Es wäre der erste Ruhewald oder Ruhehain der Humanisten nicht nur in Garbsen, sondern in ganz Niedersachsen. Das Thema wird im Ortsrat am Dienstag, 9. August, ab 20 Uhr im Stadtarchiv in Horst, Lehmstraße 1, behandelt.

Die CDU-Ortsratsfraktion bereitet einen Änderungsantrag vor: Sie möchte, dass auch die Kirchengemeinde als Mitbewerber für die Trägerschaft des städtischen Friedhofs aufgenommen wird. Auch in der SPD gibt es kritische Stimmen. Hauptargumente: Es könnten aufgrund des großen Einzugsgebietes Probleme mit Parkplätzen und höherem Verkehrsaufkommen auftreten. Die beiden vorhandenen Friedhöfe reichten aus. "Da sind noch Kapazitäten frei", sagt Sander, "zusätzliche Fläche ist gar nicht nötig." So sieht es auch CDU-Ratsherr Eckhard Peters: "Urnenbestattungen können auch auf der vorhandenen Fläche angeboten werden."

"Größeres Verkehrsaufkommen als bisher ist nicht zu befürchten", sagt Karl-Otto Eckartsberg, Ratsherr und Vorsitzender der Garbsener Humanisten, da an Urnenbeisetzungen in der Regel nur der enge Familien- und Freundeskreis teilnehme: "Wir würden in der Sitzung des Ortsrates gern das Wort ergreifen, um unseren Standpunkt zu erläutern und offene Fragen zu klären".

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