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Hot Club de Linden im Jazzclub Garbsen

Jazz in Garbsen Hot Club de Linden im Jazzclub Garbsen

Atemberaubend schönes Konzert im Jazzclub Garbsen: In der Reihe "Das kleine Jazzkonzert" spielte David Mohrs Hot Club de Linden im Musikstudio in Altgarbsen.

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Ganz nah am Publikum: David Mohr und sein Ensemble Hot Club de Linden im Musikstudio Garbsen.

Quelle: privat

Garbsen. One – two, one - two - three - four – und ab geht die Post. Füße wippen, Köpfe nicken rhythmisch, Oberkörper schwingen auf ihren Stühlen hin und her. Mit Post ist David Mohrs „Hot Club de Linden“ gemeint, eine vierköpfige Gipsy-Swing-Band, die sich ganz dem Stil der legendären Band „Hot Club de France“ um den Jazzgitarristen Django Reinhardt verschrieben hat.

Gleich der erste Titel des Abends, „Honeysuckle Rose“, zeigte den Zuhörern, wo es am Freitag musikalisch hingehen sollte. Und das war genau die Musik, die die dicht gedrängte und den letzten Quadratzentimeter des Raumes besetzende Jazzgemeinde hören mochte.

Der eigens aus Berlin angereiste Geiger Lucas Temming zeigte, dass er nicht nur virtuos die typische Spielweise seines Vorbilds Stéphane Grappelli beherrscht, sondern auch noch ein ausgezeichneter Sänger ist. Die riesigen Finger des Zweimetermannes flitzten behände über die Saiten, dass einem schwindelig wurde. In seinen Händen sieht der Bogen aus wie ein Streichholz.

Alle Musiker beherrschen ihr Handwerk bis ins Detail. Die hohe Kunst der Improvisation ist bei ihnen eine Selbstverständlichkeit. Nein, mehr noch, sie ist spannend, da die Solisten immer wieder neue Ideen entwickeln, ihr Einfallsreichtum scheint schier unerschöpflich zu sein. Mal sind es perlende Ketten musikalischer Skalen, mal einfühlsame lyrische Melodiebögen oder traditionelle Blueslicks, die David Mohr besonders gut beherrscht - als säße Django Reinhardt leibhaftig vor diesem Publikum.

Das Publikum war fasziniert. Wenn nicht der ganze Körper im Einsatz war, saßen die Gäste einfach nur da mit geschlossenen Augen und einem Lächeln im Gesicht. Im zweiten Teil des Konzerts stiegt die Stimmung zum Siedepunkt. Tosender Schlussapplaus, zwei Zugaben – der Jazzclub Garbsen wird diese Band sicherlich wieder einladen.

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