Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Dorfplatz noch in weiter Ferne

Horst Dorfplatz noch in weiter Ferne

Die Planung für den neuen Dorfplatz an der Lehmstraße in Horst ist fertig, die Finanzierung in Höhe von rund 80 000 Euro ist im städtischen Haushalt eingeplant. Doch der Baubeginn lässt seit mehr als einem Jahr auf sich warten.

Voriger Artikel
Altkleider: DRK unterliegt im Losverfahren
Nächster Artikel
Streit um Pacht geht in die nächste Runde

Auf dem Areal an der Lehmstraße, auf dem sich viele Horster einen Dorfplatz wünschen, stehen noch die Müllcontainer.

Quelle: Anke Lütjens

Garbsen. Grund ist, dass die erforderliche Verlegung der Wertstoffinsel vom Platz vor dem Stadtarchiv zum Jibi-Supermarkt am Ortsausgang noch nicht vorgenommen werden konnte.

Zwar konnte nach Angaben der Verwaltung und des Ortsrates bei einem gemeinsamen Ortstermin 2014 darüber eine mündliche Übereinkunft zwischen dem Entsorger Aha und dem Unternehmen Jibi erzielt werden, doch seitdem herrscht Funkstille. Die schriftliche Nutzungsvereinbarung wurde vom neuen Besitzer der Jibi-Märkte, der Bünting-Gruppe mit Sitz im ostfriesischen Leer, bislang nicht unterzeichnet.

„Zu der Übereinkunft aus dem Jahr 2014 mit der damaligen Geschäftsführung liegen uns keine Informationen vor“, teilt das Unternehmen mit. Zu Gesprächen mit der Verwaltung seien Vertreter der Firma gern bereit.

Zahlreiche Kontaktversuche der Stadt mit dem zuständigen Bereichsleiter seien ergebnislos geblieben. Auch ein persönliches Anschreiben von Bürgermeister Christian Grahl habe keine Wirkung gezeigt. „Es ist davon auszugehen, dass die Firma Bünting nicht kooperationsbereit ist“, heißt es in der Beantwortung einer Anfrage, die Ortsbürgermeister Günther Barthel (SPD) an die Verwaltung gerichtet hatte. Darin schlägt Barthel auch vor, die Wertstoff-Container eingehaust auf der städtischen Fläche vor dem Supermarkt oder einem geeigneten Teil des Festplatzes aufzustellen.

Dazu schreibt die Verwaltung, dass sie zusammen mit Aha im Frühjahr alternative Standorte prüfen werde. Wenn sich ein oder mehrere eignen, soll es eine Beschlussvorlage für den Ortsrat geben. Ohne die Verlagerung der Wertstoffinsel sei das Konzept zur Anlage des Dorfplatzes einschließlich einer vorgesehenen Behindertenrampe nicht sinnvoll. Die Firma Bünting bringt unterirdische Wertstoffcontainer ins Gespräch, weil „wir unseren Kunden stets ein sauberes und ordentliches Einkauferlebnis bieten wollen“. Mit Wertstoffinseln gingen meist Müll und Dreck einher.

Unterstützung bekommt Ortsbürgermeister Günther Barthel von seinem Ortsratskollegen Wolfgang Steinberg (CDU). Er hat den Bünting-Vorstand per Fax aufgefordert, den Vertrag zu unterschreiben. „Diesen längst überfälligen Schritt erwarten die Bürger von Ihnen, die ja auch Kunden des örtlichen Supermarktes sind“, heißt es darin.

Steinberg weist zudem darauf hin, dass Jibi auf einer städtischen Fläche vor dem Markt eine Werbetafel und Fahnenmasten aufgestellt hat. Wenn Bünting sich nicht bewege, werde er sich im Ortsrat dafür einsetzen, dass die Erlaubnis widerrufen wird.

Von Anke Lütjens

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6smre78naw4gywprer2
Willehadi-Kirche ist fast fertig

Fotostrecke Garbsen: Willehadi-Kirche ist fast fertig

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr