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Sparkasse dünnt ihr Netz aus

Garbsen Sparkasse dünnt ihr Netz aus

Die Sparkasse Hannover zieht sich aus der Fläche zurück. Bis 2019 sollen 200 Vollzeitstellen abgebaut werden. Von den Einschnitten massiv betroffen sind auch drei Garbsener Standorte: Horst, Auf der Horst und Osterwald.

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Die Filiale der Sparkasse in Horst wird geschlossen.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Die Filiale in Horst an der Andreaestraße wird 2018 oder 2019 geschlossen. Wann genau, konnte die Sparkasse gestern nicht sagen. „Das hängt auch von den Rahmenbedingungen wie Mietverträgen ab“, sagte Pressesprecher Stefan Becker.

Die Filiale Auf der Horst am Herkuleshof wird künftig nur noch ein Standort mit Selbstbedienungsautomaten sein. Das soll bereits im nächsten Jahr passieren. Gerüchte, denen zufolge der Standort vom Herkuleshof ins Planetencenter verlegt wird, wo vor Kurzem die Filiale einer anderen Bank eröffnet hat, wollte eine Sprecherin der Sparkasse gestern weder bestätigen noch dementieren.

Die Filiale in Osterwald am Gießelmannhof wird ihre Öffnungszeiten drastisch reduzieren: Das Personal wird nur noch an zwei Tagen präsent sein. Die Sparkasse nennt dieses Modell „Tandem“. Für diese Tandems werden die Änderungen auch bereits im nächsten Jahr wirksam. Details konnte Becker gestern nicht nennen.

Betroffen von den Maßnahmen sind nach Auskunft von Becker zwölf Mitarbeiter auf 11,5 Stellen. 1,5 Stellen sind es in Horst, 3,5 Stellen in Osterwald und am meisten betroffen ist das Personal im Stadtteil Auf der Horst: Dort sind es zurzeit 6,5 Stellen.

Das Personal soll bis Ende 2019 im gesamten Filialnetz in der Region Hannover um 200 Vollzeitstellen „auf freiwilliger und sozialverträglicher Basis“ reduziert werden. Das verkündete die Sparkasse Hannover auf einer Pressekonferenz gestern. Die Gründe für den Umbau der Firmenstruktur seien die „anhaltende Niedrigzinsphase, verändertes Kundenverhalten und regulatorische Verschärfung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Sparkasse hatte bereits im Dezember 2014 angekündigt, das Personal bis Ende 2015 um 200 Stellen zu reduzieren. Damals waren die Garbsener Standorte kaum betroffen gewesen. Lediglich in Horst waren die Öffnungszeiten zum Juli 2015 auf zwei Tage, montags und donnerstags, reduziert worden. In den Filialen Garbsen-Mitte und Berenbostel waren die Öffnungszeiten erweitert worden. Damals hieß es, die Sparkasse ziehe sich nicht aus der Fläche zurück. Das soll nun offenbar nachgeholt werden. Zum 1. April hatte schon die Hannoversche Volksbank ihre Filialen in Horst und Osterwald geschlossen.

Es trifft vor allem die älteren Mitbürger

Im Stadtteil Auf der Horst, einem der bevölkerungsreichsten, will die Sparkasse nur noch Selbstbedienungsautomaten anbieten. „Man steht hilflos vor solchen Entscheidungen, die vor allem die älteren Mitbürger schwer treffen“, sagt Karin Kuhn, stellvertretende Ortsbürgermeisterin. Sie würde gern Widerstand organisieren.

In Horst verschlimmert sich das Elend: Als die Volksbank schloss, wechselten einige Kunden zur Sparkasse. „Die sind jetzt angeschmiert“, sagt Ortsbürgermeister Günther Barthel: „Dass in Horst alles abgebaut wird, ist mehr als verwunderlich.“ Es treffe besonders die Älteren, denen damit eine Kontrolle ihrer Bankangelegenheiten verwehrt werde.

„Ich hätte mir eine Abstimmung zwischen Sparkasse und Volksbank im Vorfeld gewünscht, um gemeinsam flächendeckende Versorgung zu gewährleisten“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Haase. „Wir hoffen, dass das nun wenigstens Bestand haben wird in Osterwald.“

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