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Spinnen müssen nicht sein, Ehrenamt schon

Garbsen Spinnen müssen nicht sein, Ehrenamt schon

Das Kooperationsprojekt sms - sozial macht stark vermittelt Hauptschüler an soziale Einrichtungen - für 40 Stunden. Heute haben sich Schüler und soziale Einrichtungen bei einer Engagementsbörse kennengelernt. Nach neun Jahren ist das Projekt bei allen gut etabliert. Ein paar Vorbehalte bleiben.

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Wäre das was? Leon (Mitte) und Calvin informieren sich bei Teamleiter Klaus-Günter Bertram über die Hannöversche Tafel in Garbsen.

Quelle: Benjamin Behrens

Berenbostel. "Ich könnte es mir nicht vorstellen, ich will lieber zum Kindergarten", sagt Leon. Der 13-Jährige und Dagmar Strube vom Nabu werden sich nicht einig. Sie sucht Helfer für den Fledermausschutz, er mag keine Spinnen. Und die sind nun mal auch da, wo Fledermäuse leben.

Sich ehrenamtlich engagieren, wenn doch eigentlich Zeit für anderes als Schule sein soll? Die Entscheidung fällt bei vielen Schülern klar pro Freizeit aus. Dass ein Ehrenamt auch Spaß macht und eine hilfreiche Erfahrung für den Beruf sein kann, braucht etwas Starthilfe.

Die bekommen Schüler der Georg-Elser-Hauptschule seit inzwischen neun Jahren im sms-Projekt. Gestern haben sich 14 soziale Einrichtungen vom Jugendrotkreuz Horst bis zur Tierresidenz Heidehaus bei den Jugendlichen beworben. Jeder Schüler verpflichtet sich für 40 Stunden. "Jeder siebte Jahrgang unserer Schule durchläuft das Sozialpraktikum", sagt Lehrer und Initiator Bülent Kiş.

Auf Wunschzetteln tragen die Schüler während der Börse ein, wo sie sich einbringen wollen. Die Anbieter schreiben auf, wen sie gerne hätten. So finden alle zueinander. "Inzwischen hat es sich herumgesprochen, wie toll das ist. Jüngere Schüler kommen von sich aus und fragen, wann sie teilnehmen dürfen", sagt Kiş.

Mitunter ergibt sich aus dem Ehrenamt auf Zeit etwas Langfristiges. "Leon aus dem letzten sms-Jahr hat jetzt eine Mitgliedschaft", sagt Dagmar Strube. Klaus-Günter Bertram, neuer Team-Leiter der Hannöverschen Tafel in Garbsen, ist zum ersten Mal da. "Die Schüler waren alle gut vorbereitet und haben Interesse", lobt Bertram. Im Vorjahr war Miguel bei der Tafel. "Hat Spaß gemacht, immer aufregend und gab immer etwas zu tun", sagt der 16-Jährige.

Diese Institutionen unterstützen sms

Jugendrotkreuz Horst, DRK Kindergarten Frielingen, Willehadigemeinde, Kinderkrippe Horst, Hannöversche Tafel, Haus der Jugend Berenbostel, Haus der Ruhe Meyenfeld, Seniorenresidenz Heidehaus, Ilmasi-Schule, Kita St. Anna, Nabu Garbsen, Spielkreis der Kirchengemeinde Alt-Garbsen, das Schulbrotprojekt der Stiftung Help, Tieresidenz Heidehaus. 

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Von Benjamin Behrens

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