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Ehrenring geht an Forscherin aus Österreich

Garbsen Ehrenring geht an Forscherin aus Österreich

Der Freundeskreis Garbsen verleiht den Ehrenring 2017 an die Unternehmerin und Wissenschaftlerin Ingeborg Hochmair. Die Österreicherin sei eine Pionierin im Bereich der Cochlea-Implantate, heißt es in der Begründung. Damit trage sie dazu bei, dass Schwerhörige wieder am Leben teilhaben können.

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Bürgermeister Christian Grahl sowie Heinz Haferkamp und Holger Bahl vom Freundeskreis Garbsen lüften das Geheimnis um die Preisträgerin des Ehrenrings.

Quelle: Gerko Naumann

Garbsen-Mitte. Die Entscheidung fiel in diesem Jahr einstimmig, sagte Professor Heinz Haferkamp, Vorsitzender der Jury. Diese setzt sich aus Mitgliedern des Freundeskreises, der Stadt der Universität Hannover, der Sparkasse und der Volksbank zusammen - und verleiht seit 2004 jedes Jahr den Ehrenring. Die diesjährige Preisträgerin Ingeborg Hochmair sei eine der "herausragenden Persönlichkeiten Österreichs und eine bedeutende Unternehmerin", hob Haferkamp hervor.

Unternehmen hat 1600 Mitarbeiter

Die 64-Jährige hat an der Universität in Wien Elektrotechnik studiert und promoviert. 1975 gründete sie mit ihrem Mann, dem Professor Erwin Hochmair, das Medizintechnik-Unternehmen MED-EL. Von diesem entwickelte Cochlea-Implantate für das Innenohr werden "jährlich weltweit bei Tausenden Patienten zur Behandlung von Schwerhörigkeit und Taubheit eingesetzt", sagte Haferkamp. Derzeit beschäftigt das Unternehmen mehr als 1600 Mitarbeiter weltweit und ist auch in Hannover eng vernetzt - unter anderem in der Zusammenarbeit mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Durch die Implantate werde die Lebensqualität der Patienten entscheidend verbessert, betonte Haferkamp. Allein in Deutschland litten etwa 15 Prozent der Bevölkerung unter Hörproblemen. "Hören ist Voraussetzung für die Kommunikation. Wenn es eingeschränkt ist, kann das zu Vereinsamung führen", sagte der Jury-Vorsitzende. Für ihre Verdienste wird die Preisträgerin am 14. November in Garbsen ausgezeichnet. Die Laudatio hält Thomas Lenarz von der MHH, außerdem werden auch andere hochrangige Wissenschaftler aus Österreich und Deutschland erwartet.

Die zweite Frau als Preisträgerin

Für Garbsens Bürgermeister Christian Grahl zeigt das, wie eng "die Universität und die Gesellschaft hier verbunden sind". Es sei seit 2004 Sinn der Preisverleihung, auf Garbsen als „herausragenden Technologiestandort“ hinzuweisen und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft im Namen der Stadt zu ehren. Unter den Preisträgern finden sich der Hirnforscher Madjid Samii (2004), der frühere Gewerkschaftsvorsitzende Hubertus Schmoldt (2005) und Unternehmer Martin Kind (2013). Nicola Leibinger-Kammüller (2011), Chefin des Maschinenbau-Unternehmens Trumpf, wurde bislang als einzige Frau ausgezeichnet.

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Von Gerko Naumann

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