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Eichen im Meierort werden nicht gefällt

Garbsen/Horst Eichen im Meierort werden nicht gefällt

Ist Baum gleich Baum? Und müssen Bäume strikt geschützt werden? Im Ortsrat Horst kam es wegen eines Anwohnerwunsches, Eichen im Meierort zu fällen, überraschend zu einer Grundsatzdiskussion über den Wert von Grün im Stadtbild. Am Ende gab es vier Ja, ein Nein, ein Enthaltung - die Bäume bleiben stehen.

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Bärendienst: Wer immer die beiden Eichen Im Meierort angebohrt hat, um sie absterben zu lassen - er hat damit eine gütliche Einigung über den Ersatz der Eichen unmöglich gemacht.

Quelle: Bernd Riedel

Horst. Ihren Anfang nahm die kleine Affäre im November 2015, als acht Anwohner einen Fällantrag stellten - das Wegräumen von Laub und Eicheln sei nicht mehr zumutbar. Es geht um 13 Eichen Im Meierort zwischen den Straßen Im Stühe und Auf der Haube. Die öffentliche Sicherheit sie gefährdet, argumentierten die Anwohner. mit "Bordmitteln und in Nachbarschaftshilfe" sei das nicht mehr zu bewältigen.

Wolfgang Steinberg (fraktionslos) plädierte im Ortsrat am Dienstagabend dafür, die Eichen durch andere, kleinere Bäume zu ersetzen, wie das auch die Anwohner vorgeschlagen hatten. Es sei ein Fehler gewesen, die Eichen überhaupt in einem Wohngebiet zu pflanzen. Björn Tegtmeier (CDU) unterstützte diese Ansicht. Willi Thiele (SPD) warnte: "Wenn wir damit erst mal anfangen, dann werden in Schloß Ricklingen auch solche Anträge gestellt", sagte er, 13 Eichen prägten dort das Ortsbild. Das sei nicht vergleichbar, erwiderte Steinberg.

Angela Thimian-Milz (Unabhängige) sagte, Bäume seien für die Lebensqualität und das Klima "immens wichtig". Eichen, aber auch Linden, Buchen und Kastanien seien im Stadtbild auf dem Rückzug. Sie müssten unter allen Umständen geschützt werden. Streit gab es darum, ob die Richtlinie das Rates, Grün in der Stadt zu schützen, rechtlich bindend sei oder nicht. Steinberg bezweifelte das, Bürgermeister Christian Grahl bekräftigte es. Darüber hinaus bestehe keine Gefahr für Leib und Leben. Der Antrag sei abzulehnen. Entscheide der Ortsrat anders, müsse der Rat dieses Votum verwerfen.

Bis dahin waren es juristische, naturschutzrechtliche und sicherheitsrelevante Argumente, die ausgetauscht wurden. Grahl und Thiele machten jedoch auf einen gravierenden Umstand aufmerksam: Jemand hat zwei der Eichen angebohrt. Sie sterben nun langsam ab. "Eine Straftat", sagte Grahl, wenn das zum Vorbild werde und sich in der Stadt herumspreche, dass daraufhin Bäume gefällt worden seien - er wage sich die Folgen nicht auszumalen. Es sei eine politische Notwendigkeit, die Fällung der Bäume nicht zu beschließen.

Die Polizei hat unterdessen die Ermittlungen eingestellt - ohne Ergebnis. Der Fall ist weitergeleitet an die Staatsanwaltschaft, die nun entscheidet, was weiter passieren wird.

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