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Ein wenig Entschleunigung im Wahlkampf

Garbsen Ein wenig Entschleunigung im Wahlkampf

Wahlkampf bedeutet für Politiker meist Stress und Hektik. Das kennt auch Editha Lorberg (CDU) gut, die für den Wahlkreis 32 - Garbsen und Wedemark - wieder in den Niedersächsischen Landtag einziehen will. Beim Mittagstalk hat sie am Donnerstag in Berenbostel ein wenig Entschleunigung erlebt.

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"Es ist mein Herzenswunsch, Garbsen und die Wedemark wieder zu vertreten": Editha Lorberg (Zweite von links) bittet ihre Parteifreunde um Unterstützung.

Quelle: Gerko Naumann

Berenbostel. Von der sogenannten heißen Phase des Wahlkampfs ist wenig zu spüren. Etwa 25 Frauen und Männer, die meisten gehören der Generation 60plus an, haben um eine lange Tafel im griechischen Restaurant Kalimera in Berenbostel Platz genommen. Zwischen den Tellern mit Lachfilets, Lammkoteletts und Gyros geht es zwar um die anstehende Landtagswahl - hier sind die CDU-Anhänger aber unter sich. 

Und so plaudert Editha Lorberg ein wenig aus dem Wahlkampf-Nähkästchen: Dass sie viele ihrer Wahlplakate mithilfe ihrer Familie selbst aufhängt. "Wir haben direkt am Tag der Bundestagswahl um 18 Uhr angefangen und waren bis nachts unterwegs", sagt sie. Und dass sie gerade gestern ein Plakat abhängen musste, weil es beschmiert worden ist. "Jemand hat mir dicke Augenbrauen aufgemalt."

Aber nach dem koffeinfreien Cappuccino legt Lorberg dann inhaltlich los und zeigt sich kämpferisch. Für Garbsen hat sie ein Thema besetzt, dass vor allem den Bürgern aus Berenbostel und Stelingen am Herzen liegt. Sie setzt sich für den Lückenschluss der Landesstraße 382 zwischen Garbsen und Langenhagen ein, der schon seit Langem geplant war - und die beiden Garbsener Stadtteile vor allem im Feierabendverkehr entlasten soll. "Unser Kandidat Bernd Althusmann hat mir zugesagt, dass er sich sofort nach der Wahl darum kümmert", sagt Lorberg und erntet viel Zustimmung.

Die einzige kritische Nachfrage an diesem Nachmittag aus den eigenen Reihen kommt vom jüngsten Teilnehmer des Mittagessens. Der 29-jährige Kai Horstmann aus Berenbostel will wissen, "warum sich da nichts getan hat, als wir den Ministerpräsidenten gestellt haben". Doch Lorberg ist vorbereitet. Es seien aufseiten der Kommunen Fehler bei der Planung passiert, die dafür gesorgt haben, dass das Verwaltungsgericht Hannover 2012 das Projekt gestoppt hat. Erwartbare Vorwürfe macht Lorberg der rot-grünen Landesregierung, die sich in den vergangenen Jahren nicht um das Thema gekümmert habe.

Bei den Gesprächen der Gäste wird jedoch erkennbar: Der "gefährlichste Gegner" der CDU, auch in Niedersachsen, kommt von rechts. "Die Partei ist ein Wolf im Schafspelz", sagt Burkhard Rohr aus Bissendorf und ist sich da mit der Kandidatin einig, die findet: "Die AfD macht viel in unserer Gesellschaft kaputt. Wir leben in unguten Zeiten."       

Von Gerko Naumann

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