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Auf dem Kronsberg wird Energie gespart

Garbsen Auf dem Kronsberg wird Energie gespart

Wasser nicht sinnlos laufen lassen, Möbel von der Heizung rücken: Die Energiespartipps, die Umweltbeauftragte Christina Haupt in der internationalen Frauengruppe des Sozialprojekts Neuland am Kronsberg auflistete, sind schnell und leicht umzusetzen - und gehen nicht nur die Bewohner des Kronsbergs etwas an.

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In der internationalen Frauengruppe von Neuland gibt Umweltbeauftragte Christina Haupt (an der Gardine, von links) Energiespartipps. Hatun Tuku übersetzt, Hans-Jürgen Menzel, Fachbereichsleiter Gebäudewirtschaft, und Markus Heuer von der Abteilung für Integration ergänzen die Tipps.

Quelle: Bernd Riedel

Berenbostel. So ist es von der Umweltbeauftragten Christina Haupt auch gedacht: Die Beratung in der internationalen Frauengruppe ist Teil der Umwelttage der Stadt. Größere Beratungstermine wie dieser sind dabei die Ausnahme. Haupt setzt auf Einzelberatung - und ist positiv überrascht: "Ich bin überwältigt, wie groß das Interesse hier am Kronsberg für das Energiesparen ist", sagte sie. Mehr als 30 Interessenten stehen bereits auf der Liste. "Wir setzen auch darauf, dass die Tipps und Erfahrungen weitergegeben werden", sagt Haupt.

Das kurzweilige und Abschnitt für Abschnitt von Hatun Tuku ins Kurdische übersetzte Vortrag gleicht einem virtuellen Rundgang durch eine typische Wohnung. Haupt beginnt im

Wohnzimmer : Fenster auf Kipp und laufende Heizung, das ist kontraproduktiv, besser ist: Heizung ausdrehen und für ein paar Minuten stoßlüften. Schwere Vorhänge und lange Gardinen vor den Heizkörpern verhindern ein effizientes Heizen. Möbel sollten mindestens einen halben Meter von der Heizung entfernt stehen. "Faustregel ist: Die Luft muss zirkulieren können", sagt Hans-Jürgen Menzel vom städtischen Gebäudemanagement.

Elektrogeräte , ob Computer, Fernseher oder sonstige sollten nicht dauerhaft auf Stand-by geschaltet sein. "Sie können leicht damit 70 bis 100 Euro im Jahr einsparen, wenn Sie die Geräte richtig ausschalten", sagt Haupt. Dasselbe gilt für Lichtquellen in Zimmern, in denen sich gerade niemand aufhält.

In der Küche sollte Essen nicht auf höchster Flamme gegart werden. Der Kühlschrank sollte keine Eispolster haben. "Regelmäßig abtauen", empfiehlt Haupt, da es viel Energie koste, die wachsende Eisschicht aufrecht zu erhalten. Für das Wäsche waschen gilt: Weiße Wäsche wird auch bei 60 Grad sauber. Energie und Wasser sparen - das sei auch bei anderen Geräte wie Wäschetrockner oder Geschirrspüler möglich und wünschenswert.

Im Badezimmer sollte das Wasser weder beim Zähneputzen noch beim Duschen ständig laufen. Faustregel hier: Duschen ist günstiger als Baden. "Beim Baden wird die zehnfache Menge von Wasser oder noch mehr verbraucht", sagt Haupt.

Die Internationale Frauengruppe von Neuland

Die Frauengruppe trifft sich jeden Dienstag in der Liebermannstraße 25. "Wir sind international und interkulturell", sagt Hatun Tuku, die die Gruppe koordiniert. Die Energiespartipps übersetzte sie auf Kurdisch - das verstehen viele der Frauen, die aus Syrien, dem Irak oder der Türkei stammen. Es gibt aber auch Griechinnen, Frauen aus Sri Lanka und aus vielen anderen Ländern. Deutsche Frauen engagieren sich ebenso. "Im Gespräch mit deutschen Frauen können wir unser Deutsch verbessern", sagt Tuku. Die Gespräche in der Gruppe drehen sich um fast alle denkbaren Themen: Familie und Erziehung, Kunst und Kultur, Kosmetik, Hilfe bei Formularen und Behördengängen inklusive. Bei Themen, die Diskretion verlangen, gibt es Einzelgespräche. Frauen aus dem Irak oder Syrien hätten schreckliche Kriegserlebnisse hinter sich. "Auch darüber sprechen wir", sagt Tuku. Und ganz wichtig: Das Altersspektrum ist sehr gemischt. Die Treffen finden in der Regel ohne die Kinder statt. "Sonst sind intensive Gespräche gar nicht möglich", sagt Tuku.

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