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Eppelmann berichtet, Krawczyk singt

Garbsen Eppelmann berichtet, Krawczyk singt

Mit einer Reihe hochkarätiger Veranstaltungen gedenkt die Stadt Garbsen in Zusammenarbeit mit dem Ratsvorsitzenden Hartmut Büttner und dem Johannes-Kepler-Gymnasium des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung.

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Liedermacher Stefan Krawczyk besucht Garbsen.

Quelle: Bundesstiftung Aufarbeitung

Garbsen. Er ist evangelischer Pfarrer, war Bürgerrechtler, CDU-Politiker, war der Minister für Abrüstung und Verteidigung in der letzten DDR-Regierung und ist heute Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur: Rainer Eppelmann zählt zu den bekanntesten Oppositionellen der ehemaligen DDR. Er ist am Mittwoch, 30. September, zu Besuch in Garbsen.

Ab 11 Uhr begleitet er einen Workshop mit Zehnt- und Elftklässlern des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG). Um 15 Uhr trägt sich Eppelmann im Ratssaal in das Goldene Buch der Stadt ein. Um 19 Uhr beginnt sein Dialog mit dem Ratsvorsitzenden Hartmut Büttner in der Aula des JKG, Planetenring 7. Der Eintritt ist frei.

Der ostdeutsche Liedermacher Stefan Krawczyk, Symbolfigur der DDR-Bürgerbewegung, gibt am Donnerstag, 1. Oktober, ein Konzert in Garbsen. Beginn ist um 19 Uhr in der Aula des JKG. Der Eintritt ist frei. Im Januar 1988 verhaftet die Stasi den oppositionellen Künstler und schiebt ihn 16 Tage später in den Westen ab. Als Protagonist der Bürgerbewegung in der Vorwendezeit hat Krawczyk die DDR von vielen Seiten kennengelernt. Krawczyk weiß um die Ereignisse und Zusammenhänge, die zum Ende der DDR führten.

Symbolisch wird es am Freitag, 2. Oktober, um 13.30 Uhr an der Europa-Allee. Dort werden drei Bäume für Deutschlands Einheit gepflanzt. „Die Buche symbolisiert das ehemalige Westdeutschland, die Kiefer steht für die DDR, und die Eiche ist ein Zeichen für das wiedervereinigte Deutschland“, sagt Stadtsprecherin Jutta Grätz. Die Bäume werden gemeinsam von einer Delegation aus Garbsen und aus der Partnerstadt Schönebeck gepflanzt. Dabei sind Bürgermeister Christian Grahl, sein Schönbecker Kollege Bert Knoblauch und der Ratsvorsitzende Hartmut Büttner.

Zum Thema 25 Jahre Deutsche Einheit gestalten Schüler des Johannes-Kepler-Gymnasiums drei Projekttage. Die 680 Schüler der Jahrgänge 5 bis 11 arbeiten von Mittwoch bis Freitag, 30. September bis 2. Oktober, an einer Vielzahl von Projekten. Die Schüler der Jahrgänge 5 und 6 beschäftigen sich mit altersspezifischen Themen wie „Schule in der DDR“, „Spielzeug und Kindheit in der DDR“ und mit dem „Alltag in der DDR“. Die Siebt- bis Neuntklässler können zwischen verschiedenen Themen wählen, darunter „Berlin – eine Stadt im Wandel“, „Mode in Ost und West“, „Geschichte im Zeitraffer – Wiedervereinigung als Stop-Motion-Film“, „Jugend in der DDR“ und „deutsch – deutsche Fußballduelle“. Die Schüler der Jahrgänge 10 und 11 werden vor allem auf Zeitzeugen treffen. Zu Gast ist unter anderem der evangelische Pfarrer und letzte Verteidigungsminister der DDR, Rainer Eppelmann, am Mittwoch, 30. September, ab 11 Uhr. Das Projektthema lautet „Vom sozialistischen Staat zur Bundesrepublik“. Weitere Themen sind „Widerstehen – Opposition in der DDR“ mit Liedermacher Stephan Krawczyk, „Stasi und Staatssicherheit“ mit Karl-Heinz Richter oder Thomas Zettelmann sowie „Warum rüber? Gründe für und gegen den Weggang aus der DDR“ mit Elke Urban. „Geschichte soll auf diesem Weg für Schüler erfahrbar gemacht werden“, sagt der Leiter des JKG, Dieter Schwandt.

Die Ergebnisse ihrer Projektwoche präsentieren die Schüler am Freitag, 2. Oktober, ab 14.30 Uhr ihren Klassenkameraden, Lehrern, Eltern sowie der Öffentlichkeit.

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