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Garbsener gehen ungern zu Fuß

Garbsen Garbsener gehen ungern zu Fuß

Die Garbsener fahren überdurchschnittlich oft Rad und gehen ungern zu Fuß. Das sind zwei der Ergebnisse einer Befragung von 1467 Bürgern zur Wahl ihrer Verkehrsmittel. Die Erhebung fließt in das Konzept zum Masterplan Mobilität 2030 ein.

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Ab dem nächsten Jahr soll es ein Konzept geben, das als Masterplan Mobilität Empfehlungen zur Verkehrsplanung bis 2030 gibt.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Wenn die Garbsener sich fortbewegen wollen, dann wählen sie zu 55 Prozent das Auto, zu 14 Prozent den öffentlichen Nahverkehr, zu 21 Prozent steigen sie aufs Rad und machen sich in zehn Prozent der Fälle zu Fuß auf den Weg. Damit liegt der Radverkehrsanteil hoch, etwas höher als in Hannover (mit 19 Prozent) und deutlich über dem Regions- und dem Bundesdurchschnitt (12 bzw. 10 Prozent), sagen die Mitarbeiter des Planungsbüros SHP Ingenieure. Es mache sich offenbar bemerkbar, sagen die Planer, dass die Stadt in den vergangenen Jahren verstärkt und kontinuierlich das Radverkehrsangebot ausgebaut habe.

Der Anteil der Fußgänger dagegen ist deutlich niedriger und vermutlich noch steigerungsfähig. Zum Vergleich: In Hannover macht er 25 Prozent aus und bundesweit 24 Prozent. Mit den Angebot des öffentlichen Nahverkehrs waren die meisten der Befragten im Großen und Ganzen zufrieden.

Seit rund drei Jahren arbeitet die Stadt, parallel zum Isek-Konzept, an einem Masterplan Mobilität. Er soll weit in die Zukunft vorausgreifen: Mithilfe von Verkehrszählungen, Verkehrsströmungs- und Unfallanalysen sowie Umfragen wollen die Stadt und das Büro SHP Ingenieure Ist-Zustand, Wunschzustand und Möglichkeiten der Entwicklung im Straßenverkehr erforschen. Der Umweltschutzaspekt ist dabei eine tragende Säule. Mit der Befragung ist der letzte Baustein für die Erarbeitung des Masterplans erbracht. Anfang 2017 soll er vorgelegt werden. Darin werden Vorschläge zur zielgerichteten Verkehrsplanung gemacht. Der Fokus soll auf Verkehrskonzepten für die einzelnen Stadtteile liegen.

Bei der Befragung wurden 9500 Haushalte angeschrieben. Erhebungstag war der 14. Juni. Da sich bis zum 6. Juni erst 700 Garbsener zurückgemeldet hatten, wurde die Onlinebefragung um ein paar Tage verlängert. Bis zum 21. Juni, Mitternacht, hatten dann 1467 Personen an der Befragung teilgenommen. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent der angeschriebenen Personen. Lediglich sieben Prozent, das entspricht 108 Personen, haben den Fragebogen auf Papier angefordert. Befürchtet war aufgrund von möglicher Internetabstinenz ein weit höherer Anteil.

Das Interesse an der Befragung war in den Stadtteilen unterschiedlich hoch: Horster, Osterwald Unterender und Schloß Ricklinger beteiligten sich überproportional stark, in den Stadtteilen Auf der Horst und Stelingen war das Interesse am geringsten. In Stelingen beteiligten sich nur vier Einwohner, weshalb die Ergebnisse dort als nicht repräsentativ gelten.

Gute Nachricht: Die beiden am häufigsten genannten Gründe, warum ein Weg nicht mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, liegen außerhalb der Einflusssphäre einer Stadt: Es sind das Wetter und die Tatsache, dass der Weg als zu weit empfunden wird.

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