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Was ist nur in Garbsen los?

Erneut Brandstiftung Was ist nur in Garbsen los?

Die beunruhigende Feuerserie in Garbsen setzt sich fort. Am Freitagmittag hat ein Brandstifter versucht, zwei Gartenhäuser abzubrennen. Bei einem Haus ist ihm das gelungen. Bereits am Donnerstag waren mehrere Brände in der Stadt gelegt worden.

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Brandstiftung im Wald: Eine Hütte war nicht mehr zu retten.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Nummer 1 am Freitag - folgen noch weitere? Am Rande des Waldgebietes Garbsener Schweiz in Altgarbsen hat ein Brandstifter am Mittag versucht, zwei Gartenhäuser abzubrennen. In einem Fall ist ihm das gelungen, am zweiten Haus entstand Sachschaden.

Die Brandstiftung ist eindeutig: Im Inneren der einen Hütte kokelte auf einem Tisch ein Packen Papier, das Feuer griff aber nicht um sich. Außen war an einer windabgewandten Seite eine Tischdecke angesteckt worden. Die Tür der Hütte stand offen, als die Garbsener Feuerwehr anrückte. Gesehen wurde niemand. Das Gelände soll einem Mitglied des Naturschutzbundes gehören. Es liegt völlig abseits am Ende des Kochslandweges mitten im Wald.

Bürgermeister in Sorge

Damit setzt sich die beunruhigende Brandserie in Garbsen fort. Allein am Donnerstag hatte es fünf Mal in Garbsen gebrannt. Unter anderem brannten in einer Tiefgarage zwei Autos aus.

Immer wieder Brände in Garbsen: Erst musste die Feuerwehr in einem Wohnhaus Altpapier löschen, danach rückten die Einsatzkräfte zu einer Tiefgarage an der Liebermannstraße aus.

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Die Polizei plant für Sonnabend eine Präventionsaktion. Die Beamten wollen in mehreren Stadtteilen Garbsens Flugblätter verteilen und das Gespräch mit den Anwohnern suchen.

Auch Bürgermeister Alexander Heuer hatte sich am Donnerstag besorgt gezeigt. In einer Mitteilung rief er die Einwohner dazu auf, sich besonnen zu verhalten und wachsam zu sein, um sich „dieser Entwicklung gemeinsam entgegenzustellen“.

Der Brief des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
eine Serie von Brandstiftungen hält die Stadt Garbsen in Atem. Im vergangenen Jahr waren wir alle zutiefst erschüttert von dem Brand der Willehadi-Kirche und den zahlreichen Container-Bränden im Stadtteil Auf der Horst. Seit einiger Zeit müssen wir zudem feststellen, dass auch in anderen Stadtteilen Hecken, Mülleimer und Gartenlauben angezündet werden. Besonders gefährlich sind Brandstiftungen von Kinderwagen oder anderen brennbaren Materialien in Mehrfamilienhäusern. Durch die Qualmentwicklung in den Treppenhäusern und ein Ausbreiten des Feuers nach oben sind dabei zahlreiche Bewohner, insbesondere Kleinkinder und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, stark gefährdet. Dieser Entwicklung müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen:

• Unsere Ortsfeuerwehren leisten unschätzbare und wertvolle Arbeit. Ihnen ist es bisher immer gelungen, Brände rechtzeitig zu löschen, bevor größere Schäden entstehen konnten.
• Die Polizei führt ihrerseits intensive Ermittlungstätigkeiten durch. Spezialisten aus Hannover unterstützen die Polizeiinspektion Garbsen.
• Die Stadtverwaltung kümmert sich um die schnelle Beseitigung von brennbaren Müllablagerungen in bestimmten Problembezirken unserer Stadt. Immobilienbesitzer werden informiert, was zur Prävention getan werden kann. So konnte beispielsweise Auf der Horst erreicht werden, dass Abfallcontainer abseits der Wohngebäude in verschließbaren Boxen aufgestellt werden.
• Seit Jahresanfang ist im Stadtteil Auf der Horst ein sozialpädagogisches Projekt mit mehreren Streetworkern beauftragt worden, um Jugendlichen Perspektiven jenseits von Drogenkriminalität und Vandalismus aufzuzeigen. Allein für dieses Projekt investiert die Stadt Garbsen in diesem und im nächsten Jahr 250.000 €.

Was kann jede Bürgerin und jeder Bürger zusätzlich tun, um die Brandstiftungen und ihre Folgen einzudämmen?
• Lassen Sie Kinderwagen und anderes brennbares Material nicht unbeaufsichtigt in Treppenhäusern oder vor den Hauseingängen stehen.
• Schließen Sie Haustüren von Mehrfamilienhäusern grundsätzlich ab. Sprechen Sie Personen direkt an, die ein Haus betreten und Ihnen unbekannt sind. Soziale Kontrolle ist wichtig.
• Machen Sie Ihren Vermieter oder Ihre Hausverwaltung auf fehlende Brandschutzvorkehrungen, wie beispielsweise Rauchmelder, aufmerksam. Wir empfehlen die Installation von hochwertigen Rauchmeldern in den Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern.
• Bleiben Sie in Ihrer Nachbarschaft und in Ihrem Wohnumfeld wachsam. Informieren Sie Ihre Nachbarn, wenn Ihnen etwas Besonderes auffällt.
• Melden Sie verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit den Brandstiftungen bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 - 55 55.
• Informieren Sie die Stadtverwaltung sofort über brennbare Müllablagerungen unter der Telefonnummer (0 51 31) 7 07 - 7 50.
• Rufen Sie im Brandfall sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 an und informieren Sie sofort Ihre Mitbewohner.
• Sprechen Sie mit Ihren Kindern und Ihrem weiteren sozialen Umfeld über die ernsthaften Folgen von unkontrollierbaren Bränden. Bleiben Sie aber dennoch ruhig und besonnen. Unsere Feuerwehr ist jederzeit voll einsatzfähig und löscht alle Brände schnell und effektiv.

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Es hört nicht auf
Die Feuerwehr muss am Donnerstag schon wieder zu einem Wohnhausbrand ausrücken.

Erneut hat es in Garbsen gebrannt. Erst musste die Feuerwehr in einem Wohnhaus Altpapier löschen, danach rückten die Einsatzkräfte zu einer Tiefgarage an der Liebermannstraße aus. Auch in zwei weiteren Fällen ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Ein fünfter Fall wurde erst am Freitag bekannt.

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