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Maschinenbau-Campus wächst in die Höhe

Garbsen Maschinenbau-Campus wächst in die Höhe

Wer dachte, bei der Errichtung eines Maschinenbau-Campus würden nur Sandhaufen hin- und hergeschoben, der wird nun eines Besseren belehrt: Die Leibniz-Uni schafft Tatsachen und beginnt mit dem Bau der ersten Gebäude. Parallel steckt die Stadt bereits eine Erweiterung ab, auf deren Grund uni-nahe Einrichtungen, Start-up-Ausgründungen und Studentenwohnungen entstehen sollen.

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Noch sind es hauptsächlich Erdarbeiten auf der Campus-Baustelle, ab Montag werden die ersten Gebäude errichtet.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen-Mitte. Die Leibniz-Uni, Bauherrin im Auftrag des Landes, beginnt am nächsten Montag im Westen des Areals zwischen den Straßen An der Universität, Osterriede, Walter-Koch-Straße und Havelser Straße mit der Errichtung eines Seminars und des Studiendekanats. "Ende dieser Woche wird der erste Baukran aufgestellt, damit die Arbeiten Anfang nächster Woche beginnen können", sagt Mechtild Freiin v. Münchhausen, Pressesprecherin der Leibniz-Universität. Das sei ein kleiner Anfang, in der Hochphase im nächsten Jahr sollen sechs Kräne gleichzeitig auf der Baustelle in Betrieb sein. Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant. Im folgenden Wintersemester könnten die Umzüge beginnen, an deren Ende die gesamte Fakultät für Maschinenbau in Garbsen konzentriert ist.

Unterdessen bemüht sich die Stadt um flankierende Maßnahmen: In die Gremien geht eine Beschlussvorlage zur Erweiterung des Uni-Geländes in Garbsen-Mitte. Im Westen, an der Walter-Koch-Straße, liegt eine Reservefläche, die nun dem Sondergebiet Universität zugeschlagen werden soll. Der Plan ist, dass sich mit der Aufnahme des Lehr- und Forschungsbetriebs Firmen ansiedeln werden, die mit der Uni kooperieren. Auch von Ausgründungen aus der Fakultät ist die Rede. Schließlich sollen dort, wenn möglich, auch Studentenwohnungen errichtet werden, auch eine Kindertagesstätte ist im Plan. Später soll an der Walter-Koch-Straße ein Verkehrskreisel entstehen.

Alle Fraktionen sehen die Dringlichkeit für Studentenwohnungen, aber auch Wohnangebote für die Uni-Beschäftigten sind nötig. Neuere Wohnungen gibt es zurzeit nur am Planetencenter, um das weit umfangreichere Baugebiet Im Fuchsfeld wird noch gestritten. Dort könnte frühestens Ende 2017 mit dem Bau von Studentenwohnungen begonnen werden.

Der Eindruck, dass auf dem künftigen Campus-Gelände bisher große Menge an Sand und Erde bewegt wurden, täuscht nicht: 60.000 Quadratmeter seien es gewesen, sagt v. Münchhausen. Schwierige Bodenverhältnisse hätten großflächige Baugrundverbesserungen nötig gemacht. 17.000 Kubikmeter Kies und Schotter seien eingearbeitet worden. Provisorische Baustraßen durchziehen das Areal bereits.

Insgesamt wird ein Komplex von acht Gebäuden auf dem Gelände entstehen. Zusammen mit den sieben Instituten, die im gegenüberliegenden Produktionstechnischen Zentrum (PZH) ansässig sind, werden dann alle 18 Institute der Fakultät für Maschinenbau an einem Standort vereint sein. „Die Zusammenführung der Institute des Maschinenbaus an einem Ort ist ein Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte der Leibniz Universität Hannover“, sagt Universitätspräsident Prof. Volker Epping. Etwa 5300 Studenten und Beschäftigte sollen auf dem Maschinenbau-Campus lernen, lehren, forschen und arbeiten. 

Auch Garbsens Bürgermeister Christian Grahl freut sich über den Fortgang der Arbeiten: „Weithin sichtbar steht die Aufstellung der Baukräne als deutliches Zeichen für unsere Entwicklung zur Universitätsstadt. So wie das Campus-Gelände Stück für Stück Gestalt annimmt, steigt auch unsere Vorfreude auf die vielen Studenten, Professoren und Mitarbeiter“, sagt Grahl. „Auch wir als Stadt werden unseren Anteil leisten, um den Maschinenbaucampus erfolgreich in Garbsen zu integrieren und bestmögliche Arbeits- und Lebensbedingungen für die Studierenden und Mitarbeiter zu schaffen.“

Das Richtfest ist für Mitte 2017 vorgesehen, die Fertigstellung insgesamt für Juli 2019. Der Bezug aller Gebäude ist zum Beginn des Wintersemesters 2019/20 im Oktober 2019 geplant. Die Gesamtkosten des von Land und Bund finanzierten Bauvorhabens belaufen sich inklusive Ersteinrichtungskosten auf 142,9 Millionen Euro, davon entfallen auf den Maschinenbaucampus rund 101,4 Millionen.

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