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LeineNetz ordnet das Chaos der Elektronen

Garbsen / Neustadt LeineNetz ordnet das Chaos der Elektronen

Rund 100 Lieferanten jagen ihren Strom durchs Garbsener Netz, in Neustadt sind es nicht weniger. In Garbsen fließt über 500 Zähler Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins Netz, in Neustadt sind es rund 1000. Das will geordnet sein. Seit Anfang des Jahres macht das die LeineNetz GmbH.

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LeineNetz der Stadtnetze Neustadt und Stadtwerke Garbsen im ersten Geschäftsjahr: Am Steuer sitzen Helmut Eisbrenner (links, Stadtwerke Neustadt) und Siegbert Hahnefeld (StW Garbsen). Neun Dienstwagen fahren jetzt mit neuem Logo durch die Städte.

Quelle: Markus Holz

Garbsen / Neustadt. Die LeineNetz ist eine Tochter der Unternehmen Stadtwerke Garbsen und Stadtnetze Neustadt, jede Gesellschaft hält 50 Prozent. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Helmut Eisbrenner (Stadtnetze Neustadt) und Siegbert Hahnefeld (Stadtwerke Garbsen). Der Kunde merkt davon fast nichts. Vielleicht hält vor seinem Haus Mal ein Dienstwagen der LeineNetz, um einen Zähler auszutauschen oder eine Verteilerstation zu warten.

Die Unternehmen arbeiten seit fünf Jahren zusammen, "da wo es sinnvoll ist", sagt Hahnefeld. Die Gründung der gemeinsamen Tochter war so ein sinnvoller Schritt, meinen beide. "Ein Effekt ist, dass wir Arbeitsplätze hier erhalten können", sagt Eisbrenner. 25 Mitarbeiter waren es bei der Gründung, alle sind ohne Widerspruch in die neue Gesellschaft gewechselt. Inzwischen sind es 26.

Was machen die Kollegen? Beide Energieversorger müssen seit der Liberalisierung des Strom- und des Gasmarktes mit einer Vielzahl von Lieferanten Netzentgelte abrechnen. 100 Gas- und rund 100 Stromversorger schicken ihre Energie in die beiden Netze. Dazu kommen rund 1500 Erzeuger von regenerativem Strom in beiden Städten. Jedes Kilowatt muss auf die Sekunde genau erfasst, dokumentiert und abgerechnet werden. "Wenn Garbsen und Neustadt das für sich machen würden, müssten beide mehr Personal einstellen. Das steigert die Kosten," sagt Eisbrenner. Alternative: Die Beauftragung eines externen Dienstleisters für die Abrechnung. "Das würde hier Arbeitsplätze vernichten", sagt Hahnefeld. Die LeineNetz ist ein Kostenoptimierer - kaufmännisch gesprochen. Für die Stadtwerke Garbsen und die Stadtnetze Neustadt ist es ein Dienstleister. Einer, der im Moment nur abrechnet.

Frühestens 2018 soll die LeineNetz wachsen. Denkbar sei, Monteure aus den beiden Muttergesellschaften zu übernehmen. Auch das würde Sinn machen, meint Hahnefeld: Strom- und Gasnetze würden vom gleichen Personal der gleichen Gesellschaft gewartet. Die Netze an sich sollen im Eigentum der Mutterfirmen bleiben. Monteure werden besonders wichtig ab 2018. Nach Bundesgesetz sollen Kunden mit mehr als 6000 Kilowattstunden Strom pro Jahr mit digitalen Messstationen statt der konventionellen Zähler ausgestattet werden. Diese Smartmeter sind in der Lage, alle Daten über den Stromverbrauch an einen Dienstleister zu senden, der die Abrechnung übernimmt. Die konventionellen schwarzen Zähler verschwinden langfristig in jedem Haushalt. Kleinverbraucher mit weniger als 6000 KWh werden auf digitale Zähler umgerüstet. Eine Menge Arbeit für die Monteure. In Neustadt sind 25000 Kunden ans Stromnetz angeschlossen, in Garbsen sind es 33000.

"Wir sind mit der LeineNetz langsam gestartet, und wir sehen gute Ausbauchancen", sagt Hahnefeld.

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