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Es bleibt wenig Zeit für die Arbeit am Kind

Auf der Horst Es bleibt wenig Zeit für die Arbeit am Kind

Die Saturnringschule arbeitet derzeit die Folgen des Einbruchs vom Wochenende auf. Die Schulleitung hat die Eltern mit einem Brief informiert. Lehrer besprechen den Vorfall mit ihren Schülern im Unterricht. Am Mittwoch wurden die zerstörten Türen im Verwaltungstrakt erneuert.

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Der Haupteingang der Saturnringschule im Stadtteil Auf der Horst. 92 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund.

Quelle: Bettina Francke

Garbsen. Doch Schulleiterin Hildegard Aufderheide und ihre Stellvertreterin Silvia Moritz machen auch deutlich, dass an ihrer Schule weitere Unterstützung nötig ist. Die Einrichtung am Saturnring sei mit anderen Grundschulen nicht vergleichbar: 92 Prozent der Schüler am Saturnring hätten Migrationshintergrund. „Die Eltern kommen aus allen Teilen der Welt. Das birgt Chancen, es prallen aber auch ganz unterschiedliche Kulturen aufeinander, die sehr unterschiedliche Vorstellungen über Erziehung haben“, sagt Aufderheide. Mit einigen Eltern gebe es Verständigungsprobleme, in den Familien herrsche oftmals hohe Arbeitslosigkeit. In ihre Schule gingen außerdem zum Teil traumatisierte Flüchtlingskinder, die eine intensivere Betreuung benötigten. „Wir stoßen damit an unsere Grenzen“, sagt die Schulleiterin. Um das auffangen zu können, sei eine weitere Schulsozialarbeiterstelle nötig.

Zurzeit arbeitet eine Sozialpädagogin auf einer halben Stelle in der Schule, unterstützt wird sie von einer Praktikantin. Eine von vier städtischen Schulsozialarbeitern, die bis 2015 vom Bund finanziert werden, kommt zusätzlich zweimal in der Woche in die Saturnringschule. Doch die seien mit der Unterstützung der Eltern bei erforderlichen Anträgen oder mit Übersetzungshilfe größtenteils ausgelastet. „Wir sind sehr froh, dass wir sie haben, doch unterm Strich bleibt zu wenig Zeit für die Arbeit am Kind“, sagt Aufderheide. Dringend nötig seien Sozialtrainings, Hilfe im Einzelfall und die Möglichkeit, auffällige Kinder während des Unterrichts aus der Klasse nehmen und betreuen zu können.

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