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Es geht wieder auf Klassenfahrt

Garbsen Es geht wieder auf Klassenfahrt

Große Freude bei Garbsens Gymnasiasten: Sie werden 2016 wieder auf Klassenfahrt fahren. Ihre Lehrer hatten auf eine angekündigte Erhöhung der Unterrichtspflicht mit einem Boykott der Fahrten reagiert, ein Gerichtsurteil stoppte die Neuregelung. 

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Für die sechsten Klassen geht es nach Uelzen, Prag war schon 2015 Ziel des zwölften Jahrgangs.

Quelle: dpa

Garbsen. „Im vergangenen Herbst konnten die Schüler der Jahrgangsstufe 12 schon auf Studienfahrt nach Prag und nach Frankreich fahren“, sagt Dieter Schwandt, Schulleiter des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG). Auch für die sechsten Klassen hat er schon eine Fahrt genehmigt - es geht nach Uelzen.

Man müsse sich auf bestimmte Jahrgänge beschränken, „der Finanztopf der Landesschulbehörde reicht nicht für alle Stufen“, so Schwandt. Mit dem Budget könnten betreuende Lehrer einen Zuschuss zur Fahrt bekommen, außerdem würden benachteiligte Schüler unterstützt. Aktuell finden Fahrten in den sechsten und zehnten Klassen sowie in der Oberstufe statt. Schwandt ist „heilfroh“, dass die Kollegen den Boykott der Fahrten aufgehoben haben. Sie seien für den Zusammenhalt der Schüler sehr wichtig.

Im vergangenen Jahr hatten die Gymnasiallehrer gegen eine Forderung des Landes, ihre Unterrichtspflicht zu erhöhen, mit einem Boykott der Klassenfahrten protestiert. Am JKG und am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) Berenbostel wurden alle Fahrten gestrichen. Ein Gerichtsurteil erklärte die Neuregelung für unzulässig.

Ganz wie vor dem Boykott sei es am GSG allerdings nicht, sagt Schulleiter Volker Herholt: „Wir erarbeiten ein neues Fahrtenkonzept.“ Die Häufigkeit der Fahrten und die Finanzierung müssten überprüft werden. Klassenfahrten könnten nicht für alle Stufen stattfinden. „Unsere Schule achtet darauf, dass Schüler etwas von der Welt sehen“, so Herholt. In der sechsten Klasse müsse es aber nicht das Ausland sein.

"Wir wollen mehr Mitspracherecht"

Die Schulsprecherin des JKG, Sarah Brouzi (16), ist froh, dass die Fahrten wieder stattfinden. Mit ihr sprach Linda Tonn. 

Warum sind Klassenfahrten so wichtig? 
Sie machen nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern stärken auch den Klassenzusammenhalt. Außerdem lernt man, selbstständiger zu werden. 

Was sagen die Schüler dazu, dass es wieder auf Klassenfahrt geht? 
Die Schüler des JKG freuen sich sehr, dass sie ab diesem Jahr wieder auf Klassenfahrten gehen werden. Das gilt für alle Jahrgänge. Jeder profitiert von dem neuen Beschluss. 

Hat die SV während des Boykotts darüber nachgedacht, wie man alternativ Fahrten organisieren kann? 
Ja. Im Schülerparlament wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, in der wir nach alternativen Möglichkeiten gesucht haben, Wandertage oder Ähnliches. Außerdem kam von der SV der Vorschlag für den Kompromiss, die Klassenfahrten nur für einen oder zwei bestimmte Jahrgänge zu planen. 

Wünschen sich die Schüler bei der Auswahl der Ziele mehr Mitsprachemöglichkeiten?
 Ja. Das scheint aber aufgrund rechtlicher Aspekte nicht immer so leicht zu sein. Darum werden wir dafür erst ein Konzept im Schülerparlament entwickeln. Danach muss es im Schulvorstand diskutiert werden.

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