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Eskalation im Streit um Bäder

Garbsen Eskalation im Streit um Bäder

Der Bäderstreit in Garbsen ist eskaliert. Die Sitzung der Arbeitsgruppe verlief ohne Ergebnis. Die Beteiligten brachten keine sachliche Diskussion zustande und konnten sich auf keinen gemeinsamen Kompromiss einigen. 

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Im Hallenbad Auf der Horst ist weniges neu, aber die Zugangskontrollautomaten sind es: Funktionscheck mit Jens Köhn, Thilo Klotz und Burkhard Schäfer.

Quelle: Flicke

Garbsen. Während CDU, die Unabhängigen, und die Grünen offenbar einen gemeinsamen Änderungsantrag einreichen, der ein Zentralbad mit Option auf ein Freibad favourisiert, sperrt sich die SPD weiter gegen die Schließung des Hallenbades am Planetenring und des Badeparks in Berenbostel.

Bei der Sitzung der Arbeitsgruppe Bäder am Dienstagabend setzte Bürgermeister Christian Grahl, der die Sitzung leitete, vor allem die Vertreter von DLRG und Schwimmverein mit seinen Fragen so unter Druck, dass Wilfried Aick von der SPD dazwischenging und einwarf, auf dieser unsachlichen Ebene könne es nicht weitergehen.

„Das ist keine neutrale Moderation“, sagte Aick. „Ich bin kein Moderator, ich bin der Bürgermeister“, antwortete Grahl. „Aber einer für alle“, kam es laut von der Zuschauertribüne.

Grahls Fragen an die Vereinsvertreter zielten darauf, die Position der Schwimmvereine, beide Bäder müssten für einen Preis von zusammen rund 25 Millionen Euro erhalten bleiben, als fragwürdig erscheinen zu lassen. Dagegen wehrten sich die Vereinsvertreter: „Unterschwellig wollen Sie signalisieren, dass unser Standpunkt unanständig ist. Das weisen wir von uns“, sagte Rolf Schlösser (DLRG). Allerdings vergaßen sowohl Schlösser als auch Carsten Bentlage vom Schwimmverein zu erwähnen, dass in ihrer schriftlichen Stellungnahme von einem Kompromissvorschlag die Rede ist: eine neues Bad mit fünf Bahnen plus Erhalt des Hallenbads Auf der Horst - für einen ähnlichen Preis wie ein Zentralbad.

Die Fronten sind verhärtet. Die SPD weicht keinen Millimeter von ihrer Forderung ab, sowohl den Badepark in Berenbostel als auch das Hallenbad am Planetenring zu sanieren. „Wir hätten kein Problem damit, dafür Schulden zu machen“, sagte Aick. „Man muss sich auch was leisten wollen.“ Eine strukturierte Diskussion, wie sie Grahl gern gehabt hätte, kam nicht zustande. Annäherungen schienen nicht möglich. Die von Helmut Busjahn kurz vorgestellte Variante der CDU-Fraktion (siehe Kasten), die bereits mit den Unabhängigen abgestimmt ist, mit den Grünen bald abgestimmt werden soll, führte zu keiner sachlicheren Diskussion. Streckenweise wurde das Hallenbad am Planetenring zum Mittelpunkt des Streits: Weder SPD noch Schwimmvereine akzeptierten Argumente, wonach das über 40 Jahre alte Bad das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Die Ortsräte übernehmen jetzt. Der Berenbosteler tagt am 15. September.

CDU-Papier scheint mehrheitsfähig zu sein

Die CDU überraschte mit einem Papier, einem Änderungsantrag zur Beschlussvorlage des Bürgermeisters, in den auch Vorschläge der Grünen und der Unabhängigen geflossen sind. Die Zentralbad-Lösung in Garbsen-Mitte wird darin bestätigt. Es sollen acht Wettkampfbahnen in der Breite von zwei Metern vorgesehen werden. Weitere Forderungen: ein „adäquater Kinderbereich“ plus weitere Sportmöglichkeiten wie Beachvolleyball. Außerdem sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, auf technischer Ebene wie beim Grundstückskauf, dass in einigen Jahren ein Freibad angebaut werden kann. Ein „konsequentes Kostencontrolling“ sei einzurichten, heißt es in dem ?Papier. Einem Wunsch gemäß, der aus Berenbosteler Kreisen stammt, soll außerdem der „erhaltenswerte Baumbestand“ auf dem Gelände des Badeparks ?abgesichert werden. „Diesem ?Papier stimmen wir zu“, sagte Fraktionschef Günter Petrak (Unabhängige) am Mittwoch. Die Grünen gehen damit am Montag in die Fraktion. „Wir wollen zügig einen Mehrheitsbeschluss herbeiführen“, sagte Fraktionsvorsitzender Darius Pilarski, „mit der SPD ist in dieser Frage kein Konsens mehr zu erreichen.“

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