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Ex-Frau des Schlossbesitzers soll Einbruch beauftragt haben
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Schloß Ricklingen Ex-Frau des Schlossbesitzers soll Einbruch beauftragt haben

Die Ermittlungen nach dem Millionenraub im Herrenhaus von Schloss Ricklingen in Garbsen haben eine überraschende Wendung genommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage bestätigt, wird die Exfrau von Schlossbesitzer Wolfgang Fuhrmann als Beschuldigte in dem Verfahren geführt.

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Schmuck, Geld und Antiquitäten im Wert von 1,3 Millionen Euro haben die Täter im Schloß Ricklingen erbeutet.

Quelle: Holz

Garbsen. „Gegen sie besteht ein Anfangsverdacht“, sagt Oberstaatsanwältin Irene Silinger. Es werde aber auch weiter in alle anderen Richtungen ermittelt, fügte die Behördensprecherin hinzu.

Schlossbesitzer Fuhrmann berichtet, die Polizei habe seine Exfrau sehr schnell im Verdacht gehabt, den Einbruch in Auftrag gegeben zu haben. Denn im Jahr 2010 habe die jetzt Verdächtige selbst einen Einbruchsversuch in das Schloss unternommen. Dabei war sie allerdings auf den Bildern der Videokameras erkannt und überführt worden. „Sie hat damals die Beute zurückgegeben – unter der Prämisse, dass ich keine weiteren Schritte gegen sie einleite“, berichtet Wolfgang Fuhrmann. Im aktuellen Fall soll die Frau die Täter genau instruiert haben, so vermutet es der 58-Jährige, da sie von den Tresoren und Geheimfächern in dem Gebäude wusste. „Die Einbrecher waren in Räumen, die eigentlich kein Mensch kennt und in die man nicht zufällig hineinstolpert“, sagt Fuhrmann. Die Kripo ist derzeit mit der Überprüfung der gegen die Frau erhobenen Vorwürfe beschäftigt.

Keine Spur hat die Polizei bislang zu den drei jungen Männern, die den Einbruch ausgeführt hatten. Die Tat hatte sich bereits am 4. November ereignet, die Dimension aber war erst jetzt bekannt geworden. Insgesamt sollen Wertsachen in Höhe von 1,3 Millionen Euro fehlen, sagt Schlosseigentümer Fuhrmann.

Der Schlossbesitzer vermutet, dass die Täter über die Pferdekoppel hinter dem Schloss gekommen waren und an der Rückseite des Gebäudes eine Terrassentür aufgehebelt haben. „Das ist die einzige Stelle, an der es keinen Bewegungsmelder gibt und das Licht nicht sofort angeht“, sagt der Schlossbesitzer.

In dem Gebäude wurde das Vorgehen der Einbrecher von den Videokameras festgehalten. Sie gingen in aller Ruhe durch die Räume, telefonierten sogar mit dem Handy. Möglicherweise waren sie darüber unterrichtet, dass sich der Schlossherr gerade mit seiner neuen Lebensgefährtin im Urlaub befand. Während sie im Schloss nach Beute suchten, zerlegten die maskierten Männer gezielt in der Bibliothek das Regal, in dem der einzige Schlüssel zum Tresorraum verborgen war. Dann nahmen sie alles mit, was ihnen wertvoll erschien: Geld, Schmuck, Uhren, Goldmünzen, Silberbarren und Antiquitäten. Auch mehrere kostbare Gemälde schnitten sie aus ihren Rahmen.

Schlosseigentümer Fuhrmann hat eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen werden gebeten, sich mit dem  Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (05 11) 1 09 55 55 in Verbindung zu setzen.

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