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Fachkraft für Familien dringend gesucht

Garbsen Fachkraft für Familien dringend gesucht

In den acht Garbsener Familienzentren fehlt es an einer wichtigen Fachkraft: Sie hat über drei Jahre, projektgebunden, Eltern in belastenden Lebenslagen beraten und begleitet. Die Stelle wurde gegen Ende des vorigen Jahres nicht verlängert, deshalb hat sich die erfahrene, junge Frau wegbeworben. Das Projekt wird nun doch fortgeführt - und die Stadt ist auf der Suche nach einer neuen Fachkraft.

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Die Arbeit der neuen Fachkraft für die Familienzentren in Garbsen soll sich auch auf Familien mit Flüchtlingshintergrund ausweiten.

Quelle: Philipp Von Ditfurth/Symbolbild

Garbsen. Der Sozialausschuss hat einstimmig für die Einstellung dieser Fachkraft votiert. Der Rat wird voraussichtlich genauso entscheiden. "Das kann nur der erste Schritt sein", sagt CDU-Sozialpolitiker Erich Pohl, der sich für die Fortführung des Projekts eingesetzt hat. Es gehe darum, die Arbeit in den Familienzentren langfristig auszubauen und das Angebot für Eltern zu erweitern - und sich nicht immer von einer Projektförderung zur nächsten zu hangeln. "Dabei geht Kompetenz verloren, und von Kontinuität kann auch nicht die Rede sein", sagt Pohl.

"Wir müssen beim Ausbau der Familienzentren auch darauf achten, dass solche Fachkräfte eine langfristige berufliche Perspektive brauchen", sagt Pohl, Verträge über zwei oder drei Jahre seien zu wenig. "Da laufen uns die Spitzenkräfte davon, und unsere Familienzentren werden geschwächt - obwohl wir sie doch stärken wollen."

Die bisherige Fachkraft hatte ihre Arbeit zur höchsten Zufriedenheit aller erledigt. Eine rechtzeitige Anschlussfinanzierung ist unterblieben. Inzwischen hat die Region Hannover eine Fortführung des Projekts signalisiert. Endgültig entscheiden wird die Region darüber erst am 7. März. Aber die Stadt hat einen positiven Vorbescheid bekommen und kann handeln. In Aussicht gestellt wird eine Förderung für weitere drei Jahre, gerechnet vom 1. Januar 2017 an. Der Anteil der Stadt an der Finanzierung beträgt 14.500 Euro, wovon 6500 Euro "durch andere Fördermittel refinanziert werden können", heißt es in der Beschlussvorlage.

Das Projekt setzte im Juli 2014 mit einem Elterncafé und einem regelmäßigen Elterntreff in fünf Familienzentren ein. Vor allem Eltern in belastenden Lebenslagen sollte der Kontakt zu frühen Hilfen erleichtert werden. Das Projekt sei höchst erfolgreich verlaufen, sagte Fachbereichsleiterin Monika Probst im Sozialausschuss. In 24 Monaten seien 1836 Beratungsgespräche geführt worden. Mit dem neuen Projektansatz soll nun die Zielgruppe auf Flüchtlingsfamilien erweitert werden. Die Stadt habe die Ausschreibung der Stelle bereits veranlasst, sagt Stadtsprecherin Jutta Grätz.

Erich Pohl sieht noch viel Arbeit auf die Stadt zukommen: Die Einstellung der Fachkraft könne nur ein Anfang sein. "Nach Möglichkeit sollten alle Kita-Träger in allen Ortsteilen ein Familienzentrum einrichten", sagt Pohl, das könne nur mit mehr Personal erreicht werden.

Familienzentrum: Ganzheitliche Hilfe und Integration

Ein Familienzentrum gruppiert sich um eine Kita herum, und soll eine Art ganzheitliches Förderungs-, Erziehungs- und Problemlösungsangebot ohne Zwänge bereithalten, das aktiv auch die Integration fördert. Über die bloße Kinderbetreuung hinaus gibt es weitere Hilfe und Unterstützung für Familien in vielen Facetten und Fachrichtungen. Eltern sollen Erziehungshilfe bekommen, aber auch Hilfe allgemeinerer Art wie beim Ausfüllen von Formularen und anderen alltäglichen Problemen. Die Garbsener Familienzentren bieten vor allem Elterntreffs, Hebammensprechstunden, Erziehungsberatung sowie Sprach- und Lernhilfen für die Kinder. Darüber hinaus wird jedes Familienzentrum individuell gestaltet: Eltern, Leitung und Erzieherinnen stimmen sich ab über das, was sie anbieten wollen. Die Eltern bekommen Unterstützung. Und für die Kinder werden die Übergänge vom Elternhaus über Eltern-Kindspielkreis, Krippe und Kita bis zur Schule fließend gestaltet.

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