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Gestatten: Familie Homeyer

Garbsen Gestatten: Familie Homeyer

Heinrich Homeyer war das, was man gut und gerne als Horster Original bezeichnen kann. Stolze neun Kinder zogen seine Frau Lina und er auf. Daraus entstand eine Großfamilie. Die zahlreichen Nachkommen haben sich am Wochenende zum ersten Familientreffen versammelt.

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Großfamilie: Stolze 69 Personen sind auf dem Familientreffen gewesen, nur fünf haben es nicht geschafft.

Quelle: Benjamin Behrens

Horst. Matthias Homeyer war es leid. "Es war so, dass wir uns immer nur auf Beerdigungen getroffen haben", sagt der 50-Jährige. "Ich weiß, weil ich bei meinen Großeltern groß geworden bin, dass wir eine riesige Verwandtschaft haben", sagt Matthias Homeyer. Bei jeder dieser an sich traurigen Gelegenheiten kam ein Familientreffen zur Sprache. "Wir haben immer erzählt, über Jahre." Vor ein paar Wochen stand der runde Geburtstag an und Matthias Homeyer beschloss, die Organisation des Familientreffens selbst in die Hand zu nehmen. Am Sonntag haben sich vier Generationen Homeyer, stolze 69 Personen, im Saal der Gaststätte Kruse getroffen.

Damit es soweit kommen konnte, haben Matthias Homeyer und seine Frau Kerstin viel recherchiert. Mit einem handschriftlichen Stammbaum haben sie begonnen, angefangen bei Uropa Heinrich. Schnell wurde der Zettel voll - und unübersichtlich. Mittlerweile ist er digitalisiert auf der Internetplattform My Heritage. "Die haben hier in Horst bis in die siebziger Jahre einen Hof gehabt", erinnert sich Matthias Homeyer.

Als der Hof schließlich abgerissen wurde, tauchte dabei auf dem Dachboden eine alte Handglocke auf. Ein echtes Stück Familiengeschichte, denn Uropa Heinrich war Gemeindediener. "Er hatte die Aufgabe bei Bekanntgaben oder Feueralarm durch den Ort zu laufen", sagt Matthias Homeyer. Jahrzehntelang rief Homeyer die Neuigkeiten aus - und brachte so nebenbei den Vertriebenen der Nachkriegszeit Plattdeutsch bei. Extra für den Spaziergang zum alten Hof Homeyer - in der heutigen Triftstraße, hat sich Matthias die Glocke aus dem Heimatmuseum Garbsen, wo sie inzwischen gelandet war, besorgt. "Ich ziehe nachher meine alte Cordhose, Jacke und Mütze an, stecke mir eine Zigarre in den Mund, so wie er rumgelaufen ist, und mache eine Bekanntgabe." 

Auch im Ortsrat saß Homeyer senior acht Jahre lang. Neun Kinder zogen Heinrich Homeyer und seine Frau Lina auf. Heute leben die meisten ihrer Kinder,  Enkel und Urenkel zumindest in der Region. Einige hat es auch nach Hamburg, Westdeutschland, England oder in die Schweiz verschlagen. Namensschilder mit Zuordnung zum Familienzweig sind beim Treffen Pflicht, auch wenn sich eigentlich fast alle von irgendwo her kennen. Die vielen Fotos, aus unzähligen Alben, liefen beim Essen nebenher auf der Beamerleinwand.

Die weiteste Anreise hatte Sascha Homeyer, der mit seiner Frau Anja und Sohn Tore aus Leverkusen gekommen ist. Er ist in Heitlingen aufgewachsen. Seiner Frau zur Liebe zog ins Rheinland. "Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen", sagt Sascha Homeyer. Vieles falle einem da wieder ein. "Bei dem da hab ich Schwimmen gelernt", sagt der 45-jährige und zeigt auf Herbert Stelter, heute mit 81 Jahren der Älteste im Saal. "Finde ich gut, dass Matthias das organisiert hat", sagt Stelter.

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Von Benjamin Behrens

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