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Feuerwehr will Kinder früh an sich binden

Garbsen Feuerwehr will Kinder früh an sich binden

Die Mitgliederzahlen der Garbsener Jugendfeuerwehren sind seit einigen Jahren erfreulich stabil: „Wir liegen immer ungefähr bei 170 oder darüber“, sagt Stadtjugendfeuerwehrwart Konstantin Matescu, „das ist eine gute Ausgangslage.“

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Die Jugendabteilung der Ortsfeuerwehr Osterwald Unterende ist gut aufgestellt.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Jahre hält an: 172 Jugendliche sind es derzeit, davon 45 Mädchen. „Wir müssen uns erst Sorgen machen, wenn die Zahlen mehrere Jahre hintereinander in Richtung 150 fallen“, sagt Matescu.

Alle Garbsener Ortsfeuerwehren haben eine Jugendabteilung - ohne gehe es gar nicht mehr, sagt Matescu. Acht der Ortsfeuerwehren verfügen außerdem über eine Kinderfeuerwehr - auch diese sind nicht mehr wegzudenken. Im Juni vergangenen Jahres war in Osterwald Oberende die sechste gegründet worden, inzwischen sind es noch zwei mehr. Sie gewinnen mehr und mehr an Bedeutung für die Rekrutierung des Nachwuchses.

Kinderfeuerwehren richten sich an Kinder ab sechs Jahren. „In diesem Alter orientieren sie sich bereits, was sie künftig machen wollen, ob zum Beispiel Fußball oder eben Feuerwehr“, sagt Matescu. Ein späterer Eintritt ist nicht mehr gewährleistet: „Mit zehn Jahren ist die Entscheidung oft gefallen: Wenn sie sich einem Fußballverein angeschlossen haben, dann bleiben sie dabei. Ihr Interesse dann noch umzulenken, ist sehr schwierig“, sagt Matescu. Deshalb werde versucht, die Kinder so früh wie möglich an die Feuerwehr zu binden. „Das tut auch den Jugendabteilungen gut“, sagt Matescu: „Wenn wir eine gute Altersdurchmischung haben, von zehn Jahren bis 16 Jahren oder älter, dann bekommen wir sehr erfolgreiche Jugendabteilungen.“ Diese Einschätzung kann der Jugendfeuerwehrwart von Osterwald Unterende, Marcel Müller, nur bestätigen: Die Unterender Jugendfeuerwehr ist die derzeit erfolgreichste in Garbsen (siehe Text unten).

Mit sechs Jahren treten die Kinder der Kinderfeuerwehr bei, mit zehn gehen sie zur Jugendfeuerwehr, und in der Altersspanne zwischen 16 und 18 Jahren wechseln sie in die aktive Abteilung.

In Unterende läuft es richtig rund

ie ist die derzeit erfolgreichste Jugendfeuerwehr in Garbsen: Osterwald Unterende hat seit 2011 den Stadtwettbewerb immer für sich entschieden. Ausnahmen bestätigen die Regel: In diesem Jahr wurde sie Zweite. Doch dafür gelang etwas, das sie seit 25 Jahren angepeilt hatte: Sie kam beim Landeswettbewerb unter die besten 20. Und einige Wochen später heimste sie beim Stadtzeltlager in Wolfsburg noch den Titel des Lagermeisters ein. Zurzeit ist die Jugendfeuerwehr Unterende 30 Mann stark. Zum Ende des Jahre wechseln drei in die aktive Feuerwehr. Marcel Müller ist seit acht Jahren Jugendfeuerwehrwart. Zusammen mit seinem Stellvertreter Daniel Meyer und drei Betreuern leitet er die Jugendlichen an.

Grundlegendes Erfolgsrezept sei eine gute Altersdurchmischung, sagt Müller, und die ist in Unterende gegeben: die Kinder sind zwischen zehn und 18 Jahren alt, alle Jahrgänge sind vertreten. „Nicht jeder kann problemlos über den Wassergraben springen: dazu braucht man lange Beine.“ Wer keine langen Beine hat, der bleibt am Wagen und bedient zum Beispiel als Maschinist die Pumpe. Beim Wettbewerb werden ein Löschangriff und ein Staffellauf absolviert: „Der Löschangriff muss sitzen, sonst spielt man nicht an der Spitze mit“, sagt Müller, beim Staffellauf kommt es vor allem aufs Tempo an, wenn Schläuche gerollt und gekuppelt und Knoten geknüpft werden müssen. „Man muss wissen, wie man seine Leute gut einsetzen kann“, sagt Müller. Es gebe keine schwachen oder starken Glieder, nur solche, die am richtigen oder am falschen Platz eingesetzt seien.

Der Schwerpunkt liegt nicht bei der Ausbildung zum Feuerwehrmann, mindestens 50 Prozent müssten Spiel und Spaß sein. „Mit Verbissenheit erreicht man gar nichts“, sagt Müller. Man müsse auf die Kinder eingehen, müsse sie motivieren. „Es ist nicht das Ziel, dass sie schon alles können, wenn sie in die aktive Feuerwehr wechseln, das wäre fatal“, sagt Müller. Trotz breiter Altersdurchmischung sei die Gruppe homogen: „Jeder freut sich über die Erfolge des anderen, es gibt keine Hierarchie“, sagt Müller.

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Von Redakteur Bernd Riedel

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