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Feuerwehrtaucher suchen Mittellandkanal ab

Garbsen Feuerwehrtaucher suchen Mittellandkanal ab

Eine Gruppe von 14 Rettungstauchern hat in der Nacht zu Freitag im Kanal bei Havelse nach einer Person gesucht – nach zwei bangen Stunden kam die Entwarnung: Gefunden wurde ein Packen Werbeprospekte, den jemand ins Wasser geworfen hatte.

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Garbsens Feuerwehreinheiten konnten am Kanalufer nicht viel mehr tun, als für starkes Licht sorgen. Die Arbeit hatten die Feuerwehrtaucher und die Besatzungen der Sonarboote.

Quelle: Holz

Garbsen. Etwa 80 Feuerwehrleute waren nach Mitteilung von Einsatzleiter und Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker im Einsatz. Das Großaufgebot mit den beiden Garbsener Feuerwehrzügen, der Feuerwehr Meyenfeld, vier Tauchergruppen aus Seelze, Burgdorf, Lehrte und Sehnde, Rettungsdiensten, Drehleiter und Sonarbooten haben Jugendliche ausgelöst, die sich kurz nach 22 Uhr unter der Kanalbrücke Am Hasenberge aufgehalten hatten. Die jungen Leute hatten sich wegen des strömenden Regens unter die Brücke gestellt, als sie etwas Schweres ins Wasser fallen hörten.

An der Oberfläche seien Wellen sichtbar gewesen, sagten sie – mehr konnten sie wegen des andauernden Regens und der Dunkelheit nicht sehen. Die Annahme, dass ein Mensch von der Brücke gesprungen war, lag nahe.

Feuerwehrtaucher haben im Mittellandkanal nach einem Gegenstand oder ein Person gesucht. Jugendliche hatten zuvor etwas Schweres ins Wasser fallen hören.

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Taucher suchten den Boden des Kanals systematisch ab. „Die Sicht ist gut“, sagte ein Taucher, „mit gut meine ich: eine Armlänge weit.“ Während des Einsatzes hieß es gerüchteweise, dass eine durchnässte Frau auf dem Fußweg am Kanal gesehen worden sein soll. War sie aus dem Wasser geklettert? Oder war sie lediglich auf dem Heimweg, durchnässt vom Regen? Die Frau konnte von der Polizei nicht ausfindig gemacht werden.

Bis kurz vor Mitternacht hatten die Taucher nichts entdeckt, was zu der Beschreibung der Jugendlichen gepasst hätte – außer einer Menge Fahrräder, Verkehrsschilder und anderer Dinge, die illegal in dem Gewässer entsorgt worden waren. Nach zwei Stunden kam die Entwarnung: „Es war ein Packen mit Reklamezetteln“, sagte Kreinacker, „noch eingeschweißt und nicht durchnässt, der konnte noch nicht lange im Wasser gelegen haben.“ Die Jugendlichen hätten alles richtig gemacht, lobte Kreinacker: „Besser einmal zu viel anrufen, als einmal zu wenig.“

Die Polizei ermittelt wegen eines Umweltdelikts. Eventuell könnte der Inhalt der Prospekte zum Täter führen. Im Raum steht die Frage, ob dem Verursacher die Kosten für den Großeinsatz in Rechnung gestellt werden können. Hinweise an die Polizei, Telefon (0 51 31) 7 01 45 15.

Von Markus Holz und Bernd Riedel

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