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Flächentausch nicht möglich?

Garbsen / Altgarbsen Flächentausch nicht möglich?

Der Ringtausch um eine Fläche am Kochslandweg, den TuS Garbsen und im Anschluss daran die Ortsfeuerwehr Garbsen zu ihrer Entlastung vorgeschlagen haben, scheint nicht realisierbar zu sein. "Es haben sich ungeahnte Hürden aufgetan", sagt CDU-Ratsherr Helmut Busjahn.

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Beispiel Altgarbsen: In vielen Garbsener Feuerwachen ist es sehr eng, und bei Alarm drängeln sich die Feuerwehrleute beim Anziehen der Einsatzkleidung zwischen den Fahrzeugen.f

Quelle: Bernd Riedel

Altgarbsen. Gegenstand ist ein Areal am Kochslandweg gegenüber dem Stadion des TuS. Dort ist jetzt im Rahmen der Wohnbauoffensive Wohnbebauung vorgesehen. Als die Wohnbauoffensive angeschoben wurde, meldete sich der TuS Garbsen und bat, stattdessen seine Trainingsplätze am Kochslandweg zusammenlegen zu dürfen. Bereits im Mai 2014 hatte TuS-Vorsitzender Martin Marofke auf die Situation aufmerksam gemacht und war von der Verwaltung auf später vertröstet worden. Bisher betreibt der TuS einen Trainingsplatz auch Am Osterberge, gegenüber der Feuerwache Altgarbsen. Das belastet die finanziellen und personellen Ressourcen des Sportvereins.

Der Ortsrat Garbsen sympathisierte mit den Plänen und hatte vorgeschlagen, die Lage zu prüfen. Die Stadtverwaltung hat die Erwartungen in einer ersten Einschätzung gebremst: "Die Fläche ist in Privatbesitz", sagt Busjahn, das Grundstück stehe der Stadt nicht ohne Weiteres zur Verfügung. "Wir müssen erkennen, dass es so wohl nicht gehen wird", sagt Busjahn. Auch die Pläne des Investors seien bereits weit fortgeschritten. Als eine mögliche Lösung könnte sich ein Areal ebenfalls am Kochslandweg anbieten, auf der TuS-Seite, hinter dem DRK-Seniorenheim: "Das soll jetzt geprüft werden", sagt Busjahn. Diese landwirtschaftliche Fläche liegt in der Hochwasserzone. Der Ortsrat will eine Ortsbesichtigung vornehmen.

Der in Rede stehende Trainingsplatz des TuS liegt genau gegenüber der Feuerwache Altgarbsen: Am Osterberg. Deshalb meldete sich nach dem TuS auch die Ortsfeuerwehr Garbsen vorsichtig zu Wort: Sie halte es für sinnvoll, die beiden aus allen Nähten platzenden Feuerwachen in Havelse und Garbsen zusammenzulegen - in einem Neubau. Idealerweise wäre dafür der TuS-Trainingsplatz geeignet, heißt es in einem aktuellen Papier der Feuerwehr, das den Ratsgremien vorliegt.

In dem Papier sind die Probleme detailliert geschildert: In der Feuerwache Altgarbsen mit rund 60 Einsatzkräften sei kein Platz mehr für die Unterbringung von Einsatzkleidung. Die Feuerwehrleute müssen sich bei Alarm gemeinsam zwischen den Fahrzeugen drängeln, um sich umzuziehen - ohne Trennung nach Geschlechtern. Die Duschen sind nicht getrennt in einen Schmutz- und einen Reinbereich: das aber fordert die Feuerwehrunfallkasse seit Längerem bei Gefahrgutunfällen, um die Gefahr der Kontamination klein zu halten. Vor den Wachen gibt es keine ausreichende Anzahl von Parkplätzen. Bei Alarm geht kostbare Zeit bei der Suche nach einem Parkplatz verloren. In der Feuerwache Havelse sind die Raumverhältnisse ebenso beengt. Dazu kommt, dass moderne Fahrzeuge, die in den nächsten Jahren bis 2026 angeschafft werden, aufgrund ihrer Normhöhe von mindestens 3,30 Meter nicht dort untergebracht werden können. Auch die Größe der Schulungsräume reiche nicht mehr aus, heißt es in dem Papier.

Die Situation der Ortsfeuerwehr Garbsen gilt dabei nur als ein Beispiel. Ähnliche Probleme gibt es auch in den Feuerwachen Schloß Ricklingen, Frielingen, Heitlingen und anderen. Die Feuerwehr fordert nicht, einen Neubau in wenigen Jahren zu realisieren. Sie kennt die finanzielle Situation der Stadt. Kämmerer Heinz Landers wird nicht müde, überall und nicht nur bei der Feuerwehr strikte Haushaltsdisziplin einzufordern. Der Feuerwehr würde es schon reichen, wenn diese oder, falls das nicht möglich sein sollte, eine andere Fläche für den Neubau reserviert würde, damit langfristig eine Perspektive da ist. Da andere Ortsfeuerwehren mit gleichen Problemen in ihren Wachen kämpfen, will sich die Schwerpunktfeuerwehr Garbsen nicht in den Vordergrund drängeln. Bei der Stadtkommando-Sitzung am vergangenen Freitag zeichnete sich immerhin eine neue Linie ab: Feuerwehr und Stadtverwaltung einigten sich darauf, gemeinsam an einer Prioritätenliste zu arbeiten.

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