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Flüchtlinge gestalten Bänke mit Künstler

Garbsen Flüchtlinge gestalten Bänke mit Künstler

Der Stadtteil Auf der Horst ist am Mittwoch ein wenig schöner geworden: Am Vormittag wurden am Kreisverkehr auffallend gelbe Bänke aufgestellt. Sie sind im Rahmen des Projekts „Jugend stärken im Quartier“ gestaltet und nun dem Stadtteil offiziell übergeben worden.

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Shahab Semuki (vorne, von links), Roland Levin und Marwan Elias geben der Bank den letzten Schliff. Elena Zwer (hinten, von rechts), Saad Aio, Mazen Kheder Pirali, Dirk Perschel und Christian Ortmann schauen zu.

Quelle: Natascha Jastrzemski

Auf der Horst. Der ostfriesische Künstler Peter Kärst schweißte, gestaltete und malte die insgesamt fünf Sitzbänke gemeinsam mit zehn Flüchtlingen. „Zwei Wochen arbeiteten Peter Kärst und die Flüchtlinge aus dem Irak Hand in Hand an den rund 300 Kilogramm schweren Sitzbänken“, erläutert Projektleiterin Elena Zwer von der Jugendberufshilfe der Region Hannover. Die Zusammenarbeit war laut Zwer gut und hat den Flüchtlingen in vielerlei Hinsicht weitergeholfen. So hätten viele bei der Arbeit erste handwerkliche Erfahrungen sammeln und gleich auch nutzen können. Einer von ihnen ist Marwan Elias: Er absolviert derzeit ein Praktikum bei einem Schreiner. „Das Interesse an einem handwerklichen Beruf besteht bei vielen“, sagt Zwer.

Neben der kreativen und körperlichen Arbeit am Projekt haben die jungen Iraker auch ihre Deutschkenntnisse verbessert. Es sei erstaunlich, wie diese zwei Wochen den Wortschatz der Flüchtlinge erweitert haben, meint Zwer. „Nach anfangs eher holprigen Gesprächen konnten wir uns zum Ende gut verständigen.“

Symbolisch stehe die Arbeit für den neuen Aufbruch des Stadtteils Auf der Horst, meint auch Christine Thenhaus, verantwortlich für Stadtentwicklung und Stadtplanung in Garbsen. Die beiden abstrakt dargestellten Figuren versinnbildlichen den weiblichen und männlichen Menschen, unbeachtet von Haut-, Haar- oder Augenfarbe. „Die zwei Menschen halten sich an den Händen gegenseitig fest und gehen aufeinander zu, sie sind quasi gemeinsam sesshaft geworden“, erklärt Künstler Peter Kärst.

Eine weitere Bank soll demnächst vor der neuen Jugendhilfestation platziert werden. Die übrigen drei Bänke werden dann im Zuge der Umgestaltung der Fußgängerstraße Breite Riede aufgestellt.

Von Natascha Jastrzemski

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