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Flüchtlingsunterkunft in Arvato-Hallen geplant

Garbsen Flüchtlingsunterkunft in Arvato-Hallen geplant

Die Region will in einem Teil der Arvato-Hallen eine Notunterkunft für Flüchtlinge schaffen. Sie leistet damit Amtshilfe für das Land und entlastet dessen Erstaufnahmeeinrichtungen in Bramsche, Braunschweig, Friedland und Osnabrück. Maximal 1000 Menschen sollen in der Unterkunft einquartiert werden.

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Viel Platz: Die Region bemüht sich um Mietverträge für drei der Arvato-Hallen. Das Logistikunternehmen zieht im November ab.

Quelle: Jürg Müller (Archiv)

Garbsen. Die Region will die Gebäude an der Alten Ricklinger Straße schrittweise belegen. Eine Halle ist kurzfristig beziehbar, sie soll ab November genutzt werden. In zwei weiteren Hallen sind umfangreiche Vorarbeiten nötig, weil es keine sanitären Anlagen oder Küchen gibt.

Innenminister Boris Pistorius hatte die niedersächsischen Kommunen um Amtshilfe gebeten, weil sich die Aufnahmequote in den Einrichtungen des Landes verdreifacht hat. Die Arvato-Hallen rückten schnell in den Fokus bei der Region, weil das Logistikunternehmen seine Anlagen dort vor Jahresende abbaut und die Immobilie verlässt. Die Verhandlungen mit der Eigentümerin stünden kurz vor dem Abschluss, teilte die Region am Montagabend mit. Es gehe um einen mehrjährigen Mietvertrag.

Garbsen soll nach der aktuellen Quote bis zum Juli kommenden Jahres insgesamt 1500 Flüchtlinge aufgenommen haben. Ende September waren es noch 343. Inzwischen ist die Förderschule am Hespe für 92 Menschen ausgestattet. In Frielingen erweitert der Unternehmer Peter Hahne seine Unterkunft von 15 auf etwa 60 Plätze. Ein Heim für 90 Plätze entsteht an der Wreschener Allee. Das macht zusammen rund 500 Plätze - noch 1000 bis Mitte 2016 blieben zu schaffen. Im Gegenzug für die Arvato-Hallen wird die Aufnahmeverpflichtung Garbsens um 50 Prozent reduziert. Das bedeutet: noch 500 neue Plätze.

Wo diese Unterkünfte geschaffen werden könnten, will die Stadt im November mitteilen. „Die Stadt wird bei der Aufnahmeverpflichtung registrierter Flüchtlinge mit einem längeren Aufenthalt dauerhaft erheblich entlastet“, stellte Bürgermeister Christian Grahl fest. Er informierte den Rat am Montagabend über den Plan der Region. Regionspräsident Hauke Jagau lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. „Wir können keine Unterkunft im Niemandsland schaffen. Die akute Notsituation macht diesen Schritt unausweichlich“, teilte Jagau mit.

Die in der Notunterkunft untergebrachten Flüchtlinge sind noch nicht registriert. Das bedeutet, sie erhalten kein Geld, belegen keine Kindergarten- oder Schulplätze, belasten nicht die Stadtverwaltung. Sollte es zu einem Vertragsabschluss zwischen der Region und dem Eigentümer kommen, wird die Region gemeinsam mit der Stadt eine Informationsveranstaltung anbieten.

Was machen die Flüchtlinge den ganzen Tag? Wer wird sie betreuen? Ist Personal des Landes vor Ort? „Wir haben selbst noch viele offene Fragen“, sagt Regionssprecherin Christina Kreutz. „Es ist für uns die erste Unterkunft dieser Art.“ Die Region werde nun einen Betreiber suchen und stehe in Verhandlungen mit mehreren Hilfsorganisationen, sagte die Sprecherin.

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Garbsen
Viel Platz: Die Region bemüht sich um Mietverträge für drei der Arvato-Hallen. Das Logistikunternehmen zieht im November ab.

Der Rat der Stadt hat am Montagabend den Plan der Region Hannover, die Arvato-Hallen in Altgarbsen als Notunterkünfte für Flüchtlinge herzurichten, ausdrücklich zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Region plant in den Hallen nach und nach bis zu 1000 Flüchtlinge unterzubringen.

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Von Redakteur Markus Holz

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