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Förderschule wird Flüchtlingsunterkunft

Berenbostel Förderschule wird Flüchtlingsunterkunft

Das ist sie: Garbsen erste große Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Innerhalb von drei Wochen haben Stadt, Servicebetriebe, Haustechniker, Handwerker und DRK die Förderschule am Hespe eine Notfallunterkunft geschaffen. Morgen kommen die ersten 20 Bewohner. 92 hätten dort insgesamt Platz.

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92 Flüchtlinge finden in der Förderschule Am Hespe eine Unterkunft.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Guram Alibegashvili vom DRK-Fachbereich Soziale Dienste zieht seinen Hut vor dem, was die Stadt am Hespe geschaffen hat. Der Boden der Turnhalle ist mit Holzplatten ausgelegt, das ist nicht üblich. Ehemalige Naturwissenschaftsräume sind umfunktioniert zu einer Küche. Neue Wände sind gezogen, neue Elektrik ist verlegt. Die Schule ist auf den Kopf gestellt. Dennoch ist alles so organisiert, dass das Gebäude in drei, vier Woche wieder Schule werden könnte. Sozialdezernentin Iris Metge plant, die Unterkunft bis zum Jahresende zu belegen. Angesicht der neuen Prognosen über die Flüchtlingszahlen dürfte hinter dem Plan aber ein Fragezeichen stehen. Das Heim wird betrieben vom DRK-Fachbereich Soziale Dienste.

In der Förderschule Am Hespe in Berenbostel ist Garbsens erste große Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge entstanden.

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Metge und Alibegashvili hatten am Montag die Öffentlichkeit eingeladen, die Unterkunft kennenzulernen. Rund 60 Besucher nutzten die Chance, darunter einige Vertreter aus Politik und Kirchen. Das Betreuungskonzept obliegt dem DRK: Heimleiterin wird Brigitte Kessmer. Ihr zur Seite steht die Sozialarbeiterin Chantal Kasteinke. Der zweite Sozialarbeiter wird ein Mann. „Wir entscheiden das, wenn wir wissen, woher die Flüchtlinge kommen und wer aus unserem Teams am besten passen könnte“, sagt Guram Alibegashvili. 80 Prozent der Flüchtlinge sind derzeit Männer zwischen 18 und 30 Jahren.

Die Förderschule ist derzeit zweigeteilt. Abgeschirmt von der Räumen für die Flüchtlinge werden Kinder in einer Krippe und in drei Hortgruppen betreut. Träger der Krippe ist das DRK, Träger des Hortes ist der Paritätische Verein für Jugendwohlfahrt Berenbostel. Die Eingänge zu diesen Gruppen liegen separat. Hans-Gert Kalt, Vorsitzender des Paritätischen Vereins, hatte erst kurzfristig von den Plänen der Stadt erfahren. Am Montag haben er und die Stadt Eltern der Hortkinder informiert. Die Unterkunft selbst ist dreigeteilt: Die Turnhalle mit Gemeinschaftküche und Sanitäranlagen für 48 Menschen; das Foyer mit Spiel- und Aufenthaltsbereich; die Klassenräume für Wohngruppen mit insgesamt 44 Personen und einer zweiten Küche.

Das DRK hat den Einbau der Küchen sehr begrüßt. Die Flüchtlinge werden nicht bekocht, sie versorgen sich selbst. Sie werden einkaufen, Mahlzeiten zubereiten, Küchen und Geschirr selbst sauber halten. „Das bringt einen ganz anderen Rhythmus in den Tag, als wenn ich hier sitze und auf drei Mahlzeiten am Tag warte“, sagt Guram Alibegashvili, und es hat sich gezeigt, dass es ein erster wichtiger Schritt in der Integration ist.“

Alibegashvili ist Fachleiter für den Bereich Soziale Dienste beim DRK Region Hannover. Der Verband hat den Betrieb von 17 Einrichtungen mit rund 2000 Menschen übernommen. Offenbar ein Muss für größere Gemeinschaftsunterkünfte ist ein Sicherheitsdienst. Er hat sein Büro am Schuleingang mit Blick auf den Schulhof und das Eingangstor. Tagsüber ist er mit einem Mitarbeiter besetzt, nachts mit zwei. Die Stadt, sagt Sozialdezernentin Iris Metge, sei vorbereitet. „Es sind ja nicht die ersten Flüchtlinge, die morgen kommen. Es ist nur unsere erste große Gemeinschaftsunterkunft.“                  

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Von Redakteur Markus Holz

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