Frielingen. Die Antworten von 1550 Haushalten aus der Fragebogenaktion haben das Bild der Schwachstellen geschärft. Über das Telekom-Netz erhalten die Einwohner von Horst, Schloß Ricklingen, Heitlingen, Frielingen und Garbsen-Mitte nur Zugangsgeschwindigkeiten von weniger als zwei Megabit pro Sekunde. In den meisten Stadtteilen steht nach den Erhebungen der Stadt allerdings mindestens das Netz von Kabel Deutschland als Alternative zur Verfügung. Ausnahmen sind Heitlingen und Frielingen sowie einige neuere Baugebiete wie am Steinwartskamp in Horst und am Pfarrkamp in Schloß Ricklingen. Für diese einzelnen Straßenzüge empfiehlt die Stadt, dass die Anlieger sich zusammentun und gemeinsam mit einem Anbieter über eine Investition verhandeln.
Aus der Liste der verbleibenden Stadtteile sieht die Stadt für Frielingen Chancen, eine Förderung aus dem Programm „Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) zu erhalten. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Zahl von landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben, die vom schnelleren Netz profitieren würden – das wäre in Frielingen gegeben. Ziel des Ausbaus kann allerdings nur sein, die Grundversorgung zu sichern, sodass mehr als zwei Megabit pro Sekunde nicht zu erwarten sind.
Mit dem öffentlichen Geld darf Firmen, die ins Netz investieren, ein Zuschuss gewährt werden, damit sie wirtschaftlich arbeiten können. Für Frielingen sind dafür nach Schätzungen bis zu 250.000 Euro notwendig. 90 Prozent würden aus dem Bund-Länder-Programm kommen, den Rest müsste die Stadt tragen. „Das Programm ist allerdings stark überzeichnet“, sagte Stadtkämmerer Heinz Landers und dämpfte damit die Hoffnung auf rasche Fortschritte.
Sven Sokoll
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