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Frische Luft in neuen Umkleiden

Havelse Frische Luft in neuen Umkleiden

Getrennte saubere Duschen, belüftete Umkleiden, frische Farbe, alles etwas optimaler aufgebaut: 900.000 Euro haben die Servicebetriebe Garbsen in die Sanitäranlagen für ihre 60 Mitarbeiter investiert.

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Die neuen Umkleiden sind ein Gewinn für die Mitarbeiter.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Hätten die Stadt und ihre Servicebetriebe viel Geld, würden sie sicher eine neue Betriebsstätte aus einem Guss bauen. Der Altbau am Rande Havelses stammt aus den Sechzigerjahren, ist mehrfach um- und angebaut, zuletzt zwischen 2014 und heute. Nach längerem Warten stehen den 50 Mitarbeitern aus dem Außendienst, darunter vier Frauen, jetzt getrennte Duschen und Sanitäranlagen zu Verfügung. In einem kleinen Kunststück haben Planer und Handwerker es geschafft, das Gebäude auf dem Grundriss zu modernisieren - ohne nennenswerte Anbauten. Das war für eineinhalb Jahre anstrengend, gesteht Betriebsleiter Meino Heuer, aber lohnend. Nach dem Umbau können die Mitarbeiter zum ersten Mal direkt von den Fahrzeugen und aus den Werkstätten ihre dreckige Arbeitskleidung in ihren Spint hängen, duschen gehen und sich aus dem zweiten Spint die sauberen Sachen holen - die Männer getrennt von den Frauen. Das haben sie vorher auch getan, aber nacheinander. Für Männer muslimischen Glaubens ist sogar eine separate, geschlossene Duschkabine eingebaut worden. Licht, Technik und Fenster sind auf dem neuesten Stand, das spart Geld.

Die Investition sei auch ein Ausdruck von Wertschätzung für die SBG-Mitarbeiter, sagte Bürgermeister Christian Grahl. „Sie sind auf Straßen, auf Friedhöfen und in Grünflächen das Gesicht unserer Stadtverwaltung - ein freundliches Gesicht,“ sagte Grahl gestern lobend während der SBG-Weihnachtsfeier.

Seit sieben Jahren unabhängig

Die Stadt Garbsen hat aus finanziellen Gründen bisher zwei Eigenbetriebe gegründet: 2001 die Stadtentwässerung Garbsen (SEG) und 2008 die Servicebetriebe Garbsen (SBG). Beide Unternehmen agieren weitgehend unabhängig vom städtischen Haushalt und müssen ihr Geld selbst verdienen. Die Einnahmen der SEG sind die Abwassergebühren. Die SBG stellen alle Dienstleistungen in Rechnung, die sie für die Stadtverwaltung und die SEW erbringen. Das sind jährlich rund 4 bis 4,5 Millionen Euro. Die Servicebetriebe sind hervorgegangen aus zwei ehemaligen Bauhöfen, später dem Betriebsamt. SBG-Betriebsleiter ist seit fünf Jahren Meino Heuer.

Von Asphalt bis Zaun

Sie retten Schwäne, räumen tote Tiere von Straßen, halten Schnee und Eis auf dem Asphalt im Zaum. Der Aufgabenkatalog der SBG ist lang. Kaum eine öffentliche Veranstaltung, ohne den Einsatz der Männer und Frauen. Sie flicken Straßen, reparieren Zäune, räumen in der Sommersaison wöchentlich 700 Papierkörbe und sind im Winter rund um die Uhr in Bereitschaft als Streu- und Räumdienst. Wenn die Beete und Parks in Schuss sind, wenn Stadtfriedhöfe gepflegt aussehen und die Kanalisation einwandfrei arbeitet, ist das das Verdienst der 60 Mitarbeiter und der etwa 20 Menschen, die über die SBG wieder einen Weg in den Beruf suchen.

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