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Fünf Tage ohne Heizung

Garbsen Fünf Tage ohne Heizung

Eine Flüchtlingsfamilie mit vier Kindern hat fünf Tage lang in einer Wohnung ohne Heizung und Warmwasser aushalten müssen. Das Problem inzwischen behoben. Es habe sich um eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ gehandelt, sagt Bettina Benner, Sprecherin des Immoblienunternehmens Vonovia.

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Mehrere Tage musste die Flüchtlingsfamilie ohne Heizung auskommen. (Symbolbild)

Quelle: Sven Hoppe

Garbsen. Eine Flüchtlingsfamilie mit vier Kindern hat fünf Tage lang in einer Wohnung ohne Heizung und Warmwasser aushalten müssen. Nach längerem Hin und Her ist das Problem inzwischen behoben. „Wir bedauern den Vorfall“, sagte Bettina Benner, Sprecherin des Unternehmens Vonovia, früher Gagfah, das Besitzer der Immobilie ist. Es habe sich um eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ gehandelt. Das Unternehmen werde versuchen, die Sache mit einem Geschenk wieder gutzumachen.

Ins Rollen gebracht hatte die Angelegenheit ein Seelzer Apotheker, der mit seiner Frau zufällig Zeuge der Odyssee dieser Familie geworden war und Arabisch spricht: Die Flüchtlinge waren am vorvergangenen Donnerstag irrtümlich von der Registrierungsstelle in Dannenberg nach Seelze gekommen - ob sie falsch instruiert waren oder sich selbst geirrt hatten, ist nicht zweifelsfrei festzustellen. Das Sozialamt Seelze schickte die Familie nach Garbsen. Der Apotheker und seine Frau boten ihre Hilfe an. Am Sonnabend darauf meldete sich die Familie per Telefon bei dem Apotheker: Die Heizung in der Wohnung funktioniere nicht, und es gebe kein Warmwasser.

Der Apotheker postete auf Facebook einen Hilferuf und unterrichtete die Hausverwaltung. Ein von Vonovia beauftragter Techniker sagte, er könne nichts tun, da die Leitungen verplombt seien. Bis zum Montag darauf war noch keine Abhilfe geschaffen.

Inzwischen waren aufgrund des Hilferufs Kinderkleidung, Decken und etwas Kinderspielzeug gespendet worden. Jemand hatte einen Heizlüfter zur Verfügung gestellt. Eines der Kinder sei aufgrund der Kälte und einer Schwäche am Montag in Ohnmacht gefallen und habe vom Notarzt behandelt werden müssen, sagte der Apotheker.

Am Dienstag erst schickte die Stadtverwaltung Garbsen, die parallel einen Hinweis auf die Misere der Familie bekommen hatte, einen Techniker, der sowohl das Problem der Verplombung als auch eine Undichtigkeit in der Leitung behob.

Die Stadtwerke Garbsen waren in der Wohnung, konnten aber nichts ausrichten: „Unser Anlagenteil war nicht betroffen“, sagte Stadtwerke-Sprecher Detlef Grunwald gestern. Die Stadtverwaltung sieht auf ihrer Seite keine Versäumnisse: Die Wohnung sei wie immer vor Vermietung an Flüchtlinge besichtigt worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Es gebe ein Übergabeprotokoll - Heizung und Warmwasser waren dabei aber offenbar nicht überprüft worden.

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