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Angeklagter bestreitet Mord

Verden Angeklagter bestreitet Mord

Zwei gezielte Schüsse auf einen Geschäftsmann aus Nienburg im Dezember 2014 hat ein 33-jähriger Garbsener bereits gestanden. Der gebürtige Rumäne bestreitet aber, die Absicht gehabt zu haben, den Mann zu töten.

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Der Prozess läuft vor dem Landgericht Verden.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Der Mann und vier weitere Angeklagte stehen im Mittelpunkt eines Mordprozesses vor dem Landgericht Verden. Zwei jesidische Familien sollen den 33-Jährigen beauftragt haben, den türkischen Geschäftsmann zu ermorden. Dieser soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben, die mit den beiden Familien verwandt ist. Diese sahen ihre Ehre verletzt. Neben dem Garbsener stehen der betrogene Ehemann und dessen Vater sowie der Vater und der Bruder der untreuen Ehefrau vor Gericht. Der Prozess läuft unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen. Angeblich muss der Garbsener wegen seiner belastenden Aussagen um sein Leben fürchten.

„Ich musste das tun. Ich hatte Angst, dass meiner Familie sonst etwas passiert“, sagte der Garbsener am vierten Verhandlungstag. Das Gericht hat erhebliche Zweifel an dieser Version. „Sie versuchen, sich hier in eine Opferrolle reinzudrängen“, sagte der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk. Er wirkt wenig überzeugt von den Antworten des 33-jährigen Angeklagten. Stronczyk hätte gerne eine Erklärung gehört, warum die Tatwaffe gar nicht die Waffe ist, die der Angeklagte bisher angegeben hatte - das hat ein Sachverständiger ermittelt. Fehlanzeige. Stattdessen erklärte der Angeklagte: „Hätte ich ihn töten wollen, dann hätte ich den Befehl erfüllt und in den Kopf geschossen.“

Die kritische Befragung erstreckte sich über den gesamten vierten Verhandlungstag; sie ist noch nicht abgeschlossen. Das Gericht will auch klären, wie und unter welchen Bedingungen der 33-Jährige in das Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde. Der Garbsener will darüber einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben. Das hat ein Zeugenschützer gegenüber der Staatsanwältin jedoch bestritten. Umso deutlicher stellt sich die Frage, welche Zusagen der Angeklagte gemacht hat, um in das Programm aufgenommen zu werden.

Von Wiebke Bruns

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