Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Bäder-Vorlage verzögert sich

Garbsen Bäder-Vorlage verzögert sich

Die Zeit war zu kurz: Die Ratsvorlage zur Zukunft der Bäder ist gestern entgegen früherer Ankündigungen nicht fertig geworden. Noch den gesamten Freitag über wurde dem Vernehmen nach über Formulierungen leidenschaftlich diskutiert.

Voriger Artikel
Jungen Chinesen zu Gast bei der IGS
Nächster Artikel
Beachbar und Palmen für die große Pause

Frühmorgens ziehen viele Schwimmer ihre Bahnen im freibad Berenbostel.

Quelle: Grätz

Garbsen. Wann genau die Vorlage veröffentlicht wird, ist noch nicht sicher: irgendwann nächste Woche. Klar ist: Die für Dienstag, 14. Juli, anberaumte Großsitzung mit Ortsräten und Ausschüssen ist abgesagt. Nur die Arbeitsgruppe Bäder tagt - öffentlich, ab 19 Uhr im Rathaus. Amtlich ist jetzt auch: Ortsräte und Fachausschüsse haben Zeit bis September, Anfang Oktober. Der Rats soll am 12. Oktober entscheiden, nicht mehr wie anfangs geplant am 20. Juli.

Unterdessen wird die Debatte weitergeführt: Die Grünen haben sich in der Frage des Standortes für ein neues Bad noch nicht festgelegt. Das betont Fraktionsvorsitzender Darius Pilarski: „Wir waren immer für die Ein-Bad-Lösung, aber wo es stehen soll, diskutieren wir noch.“ Er sei mit dem Bürgermeister einer Meinung, dass die Ein-Bad-Lösung sozial gerechter und den finanziellen Möglichkeiten der Stadt angemessener sei. „Wir werden in den nächsten Jahren Millionen allein im Bereich Inklusion und Schulen investieren“, sagt Pilarski. Die Stadt müsse auch noch in zehn Jahren genug Finanzkraft haben.

Die Unabhängigen sind für ein Zentralbad: „Es muss auf alle Fälle in Garbsen-Mitte gebaut werden“, sagt Vorsitzender Günther Petrak. Allerdings müsse über das Angebot gesprochen werden: „Garbsen braucht ein Freibad.“ Deshalb müsse genügend Baugrund gekauft werden, um später nachzurüsten. „Das Badepark-Grundstück wird einigen Wert haben“, sagt Petrak. Der Verkauf schaffe vielleicht finanziellen Spielraum.

Kommentar

Wer Garbsen städtebaulich voranbringen will, der muss das Zentralbad befürworten. Zentrale Funktionen in die Mitte, das ist die Leitlinie seit zwanzig Jahren. Alles andere wäre ein Rückfall. Es wird Berenbostel ja nichts weggenommen, was intakt wäre: Das Bad ist marode. Da muss die Standortfrage erlaubt sein. Die hätte viel früher gestellt werden müssen. Und weitere 5,5 Millionen Euro ins Bad am Planetenring zu stecken, wäre Unsinn. Das bisher bekannte Konzept allerdings ist fantasielos. Sechs Bahnen zu 25 Meter? Es ist nicht nachvollziehbar, wie das den Bedarf decken soll. Und kein Freibad? Familienfreundlichkeit sieht anders aus. Wenn es jetzt nicht anders geht, sollte das Grundstück groß genug angelegt und an die Autobahn gerückt werden, damit sich die Stadt die Option auf ein Freibad erhält. Besser und günstiger wäre, man machte es gleich richtig. Der Untergang Garbsens stünde nicht bevor, wenn die Stadt mehr als die jetzigen 10,3 Millionen Euro Schulden hätte. Der Bau eines größeren Bades kann über einen Kredit und Haushaltsreserven finanziert werden. Die Sanierung von Straßen und Gehwegen etwa lässt sich aufschieben. Dafür hätte vermutlich jeder Verständnis.

Von Bernd Riedel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sotanqv5di1ivw5vhm2
Schüler verkaufen gebastelte Weihnachtsdeko

Fotostrecke Garbsen: Schüler verkaufen gebastelte Weihnachtsdeko

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr