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Freundeskreis kämpft für Freibad

Garbsen/Berenbostel Freundeskreis kämpft für Freibad

In der Bäder-Debatte gibt es einen neuen Vorschlag: Ein Freundeskreis, der für den Erhalt des Badeparks kämpft, schlägt als Kompromiss vor, das Hallenbad am Planetenring und in Berenbostel lediglich das Freibad zu erhalten. Das Freibad sei besonders an heißen Tagen unverzichtbar.

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Die Diskussion beginnt erst: Was wird vom Badepark Berenbostel bleiben? 

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen/Berenbostel. Die Gruppe von rund einem Dutzend Garbsenern hat sich Mitte August zusammengeschlossen und nennt sich „Freundeskreis zum Erhalt des Badeparks“. Eine Sprecherin erklärt: „Wir setzen uns für den Erhalt ein - ein Bad in der Mitte braucht niemand.“ Auf Flyern steht zu lesen: „Bürger von Garbsen wacht auf. Es ist fünf nach zwölf. Euer Bad geht baden.“ Die Gruppe trifft sich einmal pro Woche, und lädt auch Kommunalpolitiker zu Gesprächen ein. Es hat bereits einen Gedankenaustausch mit der CDU/FDP-Gruppe im Rat gegeben.

Das Gespräch sei „offen und zum größten Teil von allen Seiten sachlich geführt“ worden, heißt es aus der CDU-Fraktion. Es sei dem Freundeskreis zugesagt worden, dessen Vorschläge noch einmal zu prüfen und in der Fraktion zu besprechen. Im Wesentlichen sei es um den Erhalt des Freibades und des dortigen kleinen Parks gegangen. „Das wäre ein Kompromiss, über den wir ernsthaft reden könnten“, sagte die Sprecherin des Freundeskreises.

Damit deutet sich eine neue Lösungsvariante an: Da das Hallenbad in Berenbostel marode ist und abgerissen werden muss, weil es den Sicherheitsbestimmungen nicht mehr gerecht wird, könnte dem Vorschlag zufolge das Hallenbad am Planetenring saniert werden - nach Schätzungen der Verwaltung für etwa 5,6 Millionen Euro. Statt eines Neubaus in der Mitte bliebe das Freibad in Berenbostel erhalten. Die Technik des Badeparks muss allerdings auch erneuert werden. Wie viel das kostet, weiß bisher noch niemand.

In einem Schreiben an Bürgermeister Christian Grahl bemängelt der Freundeskreis vor allem das Fehlen eines Freibades. Stattdessen solle man „mit seinen Kleinkindern in ein vollkommen überfülltes Hallenbad gehen“ - an warmen Tagen sei das „eine Zumutung“, findet der Freundeskreis. Er trifft sich am Donnerstag, 3. September, um 18 Uhr im Freibad, Mitstreiter sind dabei willkommen.

Wie die Bäder-Debatte ausgeht, kann noch niemand einschätzen. Bisher ist geplant, dass die Arbeitsgruppe Bäder, in der auch die beiden Schwimmvereine vertreten sind, am Dienstag, 8. September, mit dem Sitzungsmarathon beginnt. Danach tagen Ortsräte und Ausschüsse, bis am 12. Oktober der Rat der Stadt über die Bäderfrage entscheiden soll. Die Zeit drängt: Mit dem Ende der Saison schließt der Badepark für immer.

Von Bernd Riedel

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