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CDU will Grundsatzbeschluss zu Bädern

Garbsen CDU will Grundsatzbeschluss zu Bädern

Die SPD befürchtet, dass die Ratsmehrheit aus CDU/FDP, Unabhängigen und Grünen das Thema Zukunft der Bäder ohne weitere Diskussionen durch die Ausschüsse leiten will - um am 12. Oktober einen Ratsbeschluss herbeizuführen.

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Die Zukunft des Badeparks Berenbostel ist offen.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. „Wir sehen keine Grundlage für einen Ratsbeschluss“, sagte der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Karsten Vogel am Sonntag bei einem Frühschoppen zum Thema Bäder, zu dem die SPD eingeladen hatte. „Weder ist die Freibad-Frage geklärt, noch wissen wir, wie viel die erweiterte Zentralbad-Lösung kosten soll.“

Heinrich Dannenbrink, Vorsitzender der CDU/FDP-Gruppe im Rat, sieht dagegen keine Hindernisse. „Es geht am 12. Oktober erst mal um einen grundsätzlichen Beschluss: ein Bad oder zwei Bäder“, sagte er gestern. „Auf dieser Grundlage kann die Verwaltung dann weiterarbeiten, und darauf kommt es uns auch an - dass es weitergeht.“ Dannenbrink zeigt sich sehr interessiert an Informationen über ein Schweriner Hallenbad, die der Schwimmverein Garbsen (SVG) zur Verfügung gestellt hat. Das Bad hat in etwa die gleiche Konzeption wie die erweiterte Zentralbad-Lösung mit sechs 25-Meter-Bahnen von jeweils 2,50 Metern Breite und Kinderbereich - es hat rund 11 Millionen Euro gekostet. „Wir spielen sogar mit dem Gedanken, uns das anzusehen“, sagte Dannenbrink.

Bürgermeister Christian Grahl (CDU) erklärte auf Anfrage: „Die Verwaltung hat die volle Kostentransparenz für das ursprünglich geplante Bad in Berenbostel und für eine ebenfalls millionenschwere Sanierung des veralteten Hallenbades am Planetenring öffentlich hergestellt“, sagte Grahl. „Auch die Zahlen für eine Ein-Bad-Lösung in Garbsen-Mitte liegen vollständig vor.“ Der Bürgermeister sagte zudem: „Zwei Bäder zu bauen wäre grob unvernünftig und sozial ungerecht. Viele andere Bereiche in der Stadt würden damit dauerhaft zu kurz kommen. Bereits ein Bad zu bauen ist ein finanzieller Kraftakt für die Stadt Garbsen. Ein Bad reicht aus.“ Einrichtungen mit gesamtstädtischer Bedeutung gehörten nach Garbsen-Mitte, das sei auch die Beschlusslage des Rates.

Das sieht die SPD ganz anders und bekräftigte dies bei dem Workshop, zu dem sich Vertreter der Schwimmvereine und des Freundeskreises Badepark getroffen hatten. „Eine Million Euro Betriebskosten auf 40 Jahre hochzurechnen und zu behaupten, die Einsparungen lägen dann bei 40 Millionen, ist eine Milchmädchenrechnung“, sagte Fraktionschef Vogel. Die SPD bekräftigte ihr Plädoyer für eine Bürgerbefragung, um den Willen der Bevölkerungsmehrheit festzustellen. „Wann und wie das stattfinden soll, hat die SPD aber nicht erklärt“, hielt CDU-Mann Dannenbrink dagegen.

Der SVG und die DLRG bleiben dabei, dass der Bedarf mit dem Zentralbad nicht gedeckt werden kann und dass Bahnen unter 2,50 Meter nicht akzeptabel seien. „Das Thema gehört von der Tagesordnung genommen, wie wir es bisher in den Ortsräten und Ausschüssen auch beantragt haben“, sagte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Rüdiger Kauroff. Diese Anträge der SPD sind bisher jedoch mit Mehrheit abgelehnt worden.

Von Bernd Riedel

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Die Entscheidung ist gefallen: Der Rat hat die Stadtverwaltung Garbsen beauftragt, ein neues Zentralbad in Garbsen-Mitte zu planen. Gegen die Stimmen der SPD, des Berenbosteler Ortsbürgermeisters Werner Baesmann (CDU) und Barbara Tingelhoff (Berenbostel, parteilos) vortierte der Rat am Montagabend mit 25 zu 15 Stimmen für den Zentralbad-Plan der Stadtverwaltung.

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