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Grahls erster Arbeitstag ist am 3.November

Garbsen Grahls erster Arbeitstag ist am 3.November

Der künftige Bürgermeister Christian Grahl arbeitet derzeit noch im Landwirtschaftsministerium. Anfang November tritt er sein Amt in Garbsen an.

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Bürgermeister ab 1. November: Christian Grahl. Riedel

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Christian Grahl, der neue Bürgermeister, der zum 1. November sein Amt antritt, tut sich noch ein bisschen schwer, in der Öffentlichkeit über Garbsener Belange und Politik zu sprechen: „Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, ich wollte mich vor der Zeit einmischen“, sagt Grahl.

Zur Vorbereitung auf den Amtsantritt führt er viele Hintergrundgespräche mit den Fraktionsspitzen, mit Investoren und Unternehmern und mit den Bürgermeistern der anderen Kommunen in der Region Hannover. Eines der Themen ist das auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern fehlende Teilstück der L 382 zwischen Berenbostel und Engelbostel - ein Reizthema seit Jahrzehnten. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht Hannover 2012 festgestellt, dass Garbsen und Langenhagen das Teilstück nicht bauen dürfen, weil es sich um eine Landesstraße handelt. „Dieses juristisch komplizierte Problem würde ich gern einer Lösung zuführen“, sagt Grahl. Er sei im Wahlkampf häufig darauf angesprochen worden: Der Durchgangsverkehr belaste Berenbostel über Gebühr. Die SPD unternehme gerade einen neuen Vorstoß. „Das begrüße ich.“

Am Montag, 3. November, ist Grahls erster Arbeitstag im Garbsener Rathaus. „Als Erstes werde ich mich den Mitarbeitern vorstellen.“ Später am Tag, eventuell in einer außerordentlichen Ratssitzung, folgt die Vereidigung. Zur Gestaltung des städtischen Haushalts hat Grahl schon seine eigenen Vorstellungen, möchte sie aber noch nicht publik machen.

Im Blick hat er auch Themen wie die Uni-Campus-Ansiedlung, Sicherheit und Integration sowie die Entwicklung der Stadtmitte. „Es gibt einen Ratsbeschluss dazu“, sagt er, „und den werde ich selbstverständlich respektieren.“ Von bloßen Imagekampagnen rät er ab: „Mit Slogans allein verändert man kein Image, da muss substanziell was geschehen.“

Seit März arbeitet Grahl als Ministerialrat und Referatsleiter im Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Aufbau eines Referats für wirtschaftlichen Verbraucherschutz und Ernährungsaufklärung. „Weil ich meinem Nachfolger keine Baustelle übergeben will, muss ich noch sehr viel regeln.“

Sein Privatleben wird nun auch bald eine andere Struktur bekommen: In Hildesheim ist er auf vielen Ebenen ehrenamtlich engagiert, etwa im Museumsverein. „Diese Ämter lege ich schweren Herzens nieder. Mein Lebensmittelpunkt wird künftig in Garbsen sein.“ Auf der Suche nach einer passenden Wohnung für sich und seine Frau ist er schon seit einigen Wochen.

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