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Feuerwehrautos - lieb und teuer

Garbsen Feuerwehrautos - lieb und teuer

Die Stadt Garbsen hat in diesem Jahr bereits rund 575 000 Euro für die Beschaffung neuer Feuerwehrfahrzeuge ausgegeben. Angesichts knapper Finanzen will die Kommune die Fahrzeuge aber so lange wie möglich fahren lassen.

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Die Ortsfeuerwehr Garbsen - hier mit Gerätewart Jörg Stelter an der Feuerwache I - bekommt dieses Jahr einen neuen Mannschaftswagen.

Quelle: Bernd Riedel

Garbsen. Ein Rüstwagen für die Ortsfeuerwehr Garbsen kostete rund 330 000 Euro und ein Löschfahrzeug für die Oberender Feuerwehr rund 245 000 Euro. Es stehen noch der Kauf eines Löschfahrzeugs für Schloß Ricklingen (245 000 Euro) und eines Mannschaftstransportwagens für die Ortsfeuerwehr Garbsen aus (55 000 Euro). Dieser Wagen wird möglicherweise erst nächstes Jahr ausgeschrieben.

Das ist noch nicht das Ende der Investitionen: Alle Feuerwachen erhalten in diesem Jahr moderne Abgasabsauganlagen, zwei Feuerwachen bekommen neue Rolltore. Das schlägt sich im Etat mit weiteren 205 000 Euro nieder.

Bisher werden die Fahrzeuge in einem bestimmten Rhythmus eingekauft, der sogenannten 26/19-Regelung. Aufgrund von Erfahrungswerten hält danach ein Großfahrzeug 26 Jahre lang, ein Mannschaftswagen nur 19 Jahre, weil er häufiger im Einsatz ist.

An diesem errechneten Rhythmus hat die Stadt bisher festgehalten, wenn sie sich gelegentlich auch leichte Abweichungen - je nach Finanzlage - erlaubte. In Zukunft könnte sich an diesem Vorgehen etwas ändern - und die Zeiträume der Neubeschaffung für einzelne Fahrzeuge könnten gestreckt werden. Ein Fahrzeug kann auch über die berechnete Zeit hinaus funktionieren, ohne dass Sicherheitsmängel auftreten. Bestes Beispiel: Ein Schloß Ricklinger Tanklöschfahrzeug, Baujahr 1955, ist noch immer im Einsatz. Die nächsten älteren Löschfahrzeuge sind in Oberende (Baujahr 1987) und in Schloß Ricklingen (1988) stationiert.

Für die nächsten Jahre geplant und vom Rat beschlossen sind Anschaffungen mit jährlichen Kosten zwischen 250 000 Euro und rund 400 000 Euro. Teuer wird das Jahr 2016: Eingekauft werden sollen dann ein Mannschaftstransportwagen für Frielingen (55 000 Euro) und ein Einsatzleitwagen für die Garbsener Ortsfeuerwehr, der satte 350 000 Euro kostet. Für 2017 stehen ein Mannschaftswagen und ein Löschfahrzeug für die Horster Feuerwehr auf der Liste, zusammen 305 000 Euro. 2018 sind es 320 000 Euro, 2019 noch 310 000 Euro, und 2020 ist die Ausgabe einer Viertelmillion Euro für ein Löschfahrzeug zugunsten der Unterender Ortsfeuerwehr geplant.

Bei solchen Beträgen bekommt man in der Kämmerei Sorgenfalten auf der Stirn - zumal auch die Rolltore der Feuerwachen Zug um Zug aufgrund neuer Sicherheitsbestimmungen ersetzt werden müssen. Kostenpunkt pro Stück: rund 25 000 Euro. Da liegt die Überlegung nahe, die Neubeschaffung der Fahrzeuge nicht nach festgelegtem Plan, sondern nach tatsächlicher Notwendigkeit auszurichten. Befeuert werden solche Überlegungen durch die Bäderdebatte, in der Bürgermeister und Stadtverwaltung immer wieder auf die drohenden Defizite im städtischen Haushalt hinweisen.

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