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Schimmelproblem gelöst?

Garbsen-Mitte Schimmelproblem gelöst?

Aufatmen nach dem Streit um möglichen Schimmelbefall in der Grundschule Garbsen-Mitte: In drei Klassenräumen, im Lehrerzimmer, in den Räumen der Schulleitung und im Sekretariat sind in den Sommerferien die Bodenbeläge ausgetauscht worden.

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Schulleiterin Angelika Riemer (links) und Konrektorin Carmen Behre freuen sich über die neuen Bodenbeläge in mehreren Räumen der Grundschule Garbsen-Mitte.

Quelle: Riedel

Garbsen. „Alle atmen jetzt viel freier“, sagen Schulleiterin Angelika Riemer und Konrektorin Carmen Behre. Ein neuerliches Gutachten des Bremer Umweltinstituts hat nach Mitteilung von Stadtsprecher Marco Rühmkorf „keine Hinweise auf einen Schimmelbefall“ ergeben. In den meisten Räumen sei gar nichts, in zwei Räumen seien „nicht relevante“ Spuren nachgewiesen worden. „Insgesamt gibt es keinerlei Auffälligkeiten“, sagt Rühmkorf. Das stimmt im Wesentlichen mit dem überein, was die Schulleitung weiß: Sie hatte parallel ein anderes Institut beauftragt, das Labor Urbanus aus Düsseldorf. Dessen Untersuchungen haben im Bodenbelag - der mittlerweile entfernt ist - Hinweise auf einen Schimmelmyzelbefall gefunden. „Die Werte sind aber nicht alarmierend gewesen“, sagt Riemer. Festgelegte Grenzwerte gibt es für Schimmelsporen nicht.

Nach dem Austausch der Bodenbeläge (Kosten: 30 000 Euro), warten Schulleitung, Kollegium, Eltern und Schüler nun ab. „Wir beobachten, wie sich das entwickelt“, sagt Riemer. Positive Effekte seien bereits spürbar. Symptome wie Atemnot, Kopfschmerz, Übelkeit, Juckreiz und brennende Augen seien verschwunden. „Wenn sich herausstellt, dass sich die Situation deutlich verbessert hat, dann würden wir auch gern auf das Angebot des Bürgermeisters zurückgreifen und die anderen Räume ebenfalls renovieren lassen“, sagt Riemer.

In der Schule ist auch deshalb die Freude so groß, weil nach einem langen Leidensweg endlich etwas geschehen ist, was die Situation spürbar verbessert hat. Vor rund elf Jahren hatte der TÜV Nord Schimmelpilz im Kriechkeller festgestellt. Dieser Raum wurde versiegelt, die Lüftung verbessert. Trotzdem gab es gehäufte Krankheitsfälle unter Lehrkräften und Schülern. Die Stadt gab mehrere Gutachten in Auftrag. Sie alle bestätigten, es gebe keinen nennenswerten Schimmelbefall. Deshalb sollte nichts geschehen. Das Lehrerkollegium fühlte sich nicht ernst genommen. Weil zuletzt aber auch Eltern über Krankheitssymptome bei ihren Kindern nach dem Schulbesuch klagten, forderte die Schule erneut Maßnahmen - dieses Mal mit Erfolg.

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