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Prozess um Drogenhandel beginnt

Havelse/Neustadt Prozess um Drogenhandel beginnt

Beim Drogenprozess in Neustadt belastet ein ehemaliger Freund den Angeklagten, einen 39-jährigen Havelser, schwer. Dieser soll unter anderem mit Kokain und Marihuana gehandelt haben.

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Ein 39-jähriger Havelser muss sich vor dem Neustädter Schöffengericht verantworten.

Quelle: Symbolbild

Garbsen. Das Neustädter Schöffengericht hat einen Strafprozess gegen einen 39-jährigen mutmaßlichen Drogendealer aus Havelse eröffnet. Drei weitere Verhandlungstage sind im September und Oktober angesetzt. Vor den Richtern sitzen sich zwei ehemalige Freunde gegenüber - der eine als Angeklagter, der andere als Zeuge.

Handel mit 1000 Gramm Marihuana sowie 50 Gramm Kokain, das wird dem 39-Jährigen vorgeworfen. Er schweigt bisher. Außerordentlich gesprächig dagegen zeigt sich sein 32-jähriger ehemaliger Freund, einst selbst ein Dealer, jetzt so etwas wie ein Kronzeuge. Der Küchenhelfer verbüßt seit Sommer 2014 eine mehrjährige Haftstrafe in der JVA Sehnde.

Ob er jetzt auf Rache aus sei, fragte ihn das Gericht. Nein, aber er habe mit seinem Drogenleben „reinen Tisch“ gemacht und dafür eine gerechte Strafe erhalten, nachdem er 2014 wegen Betreibens einer Marihuana-Plantage in seiner Havelser Wohnung aufgeflogen sei. Er habe die Drogen angebaut, um seinen Kokainbedarf zu finanzieren. Der Angeklagte habe damals zu seinen besten Kunden gehört, sagte der 32-Jährige und lieferte weitere Details.

Er habe den 39-Jährigen und dessen ebenfalls wegen etlicher Drogendelikte inhaftierten jüngeren Bruder 2012 in Havelse kennengelernt, bei ihm Kokain bestellt und in der Havelser Wohnung abgeholt. Ein gewisser „Jimmy“ habe dem Angeklagten in einer Sporttasche ein Kilogramm Marihuana sowie 50 Gramm Kokain gebracht. Dass Geld geflossen ist, habe er aber nicht gesehen. Bei einem anderen Deal habe der Angeklagte bei ihm 500 Gramm Marihuana für 2200 Euro bestellt und von einem Kurier abholen lassen. Der Kurier stehe im übrigen im Gerichtsflur, als Zeuge, allerdings mit einer anderen Version: Nicht der Angeklagte habe gedealt, sondern der Zeuge.

Staatsanwaltschaft und Gericht haben Zweifel an der Version, müssen aber Klarheit schaffen. Der Vorsitzende Richter will am 7. September „Jimmy“ hören.

Von Edeltraud Helms

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