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Seniorenzentrum wird 20 Jahre alt

Altgarbsen Seniorenzentrum wird 20 Jahre alt

Mit einem Festakt haben am Freitag Vertreter von DRK, Politik und Verwaltung das 20-jährige Bestehen des DRK-Seniorenzentrums Garbsener Schweiz am Kochslandweg gefeiert.

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Feiern 20 Jahre DRK-Seniorenzentrum (von links): Anne-Margarete Kirchhoff (DRK Region Hannover), Rolf Degener (Altenheimstiftung Lotto Niedersachsen), Bürgermeister Christian Grahl, Thomas Dettmer (Vorstand DRK Region Hannover), Grundstücksschenkerin Elfriede Oberheu, Ortsbürgermeister Franz Genegel, Heimleiterin Gabriele Allgeier, Architekt Willi Reichert,
Doris Klawunde, stellvertretende Regionspräsidentin und Gisela Hildebrand, Bewohnerin der ersten Stunde.

Quelle: Jutta Grätz

Garbsen. Bei der Feier dabei waren auch Willi Reichert, Architekt des Gebäudes, Elfriede Oberheu, die das Grundstück am Kochslandweg großzügig geschenkt hatte, sowie Mitarbeiter und Bewohner der ersten Stunde.

„Grundsteinlegung im Juni 1993, Eröffnung am 15. Januar 1995, 13 Tage später zogen die ersten Bewohner ein - bei 17 Mitarbeitern“, erinnert sich Gabriele Allgeier, Leiterin des DRK-Seniorenzentrums. Heute sind es 89 Mitarbeiter bei 97 Bewohnern. Pflege habe sich stark verändert: „Die Menschen werden immer älter, kommen im Schnitt mit 80 Jahren zu uns, in ihrer letzten Lebensphase“, sagte Allgeier. Demenz und Palliativpflege gehörten heute zum Alltag der Einrichtung.

„Wir haben stürmische Zeiten vor uns“, sagte Thomas Dettmer vom Vorstand des DRK-Region Hannover. Die Pflege in Niedersachsen stehe bundesweit auf einem „Abstiegsplatz“. Er mahnte: „Wir müssen hart an den Rahmenbedingungen arbeiten.“ Doris Klawunde, stellvertretende Regionspräsidentin, pflichtete bei: „Ich denke an die unterbezahlten Jobs in der Pflege. In der Politik ist noch einiges zu tun für ein würdiges, angenehmes Altern und gegen den Fachkräftemangel.“

Menschliches Altern in modernem Ambiente sah bereits 1992 der Entwurf von Architekt Reichert vor. Inspiriert hatte ihn und seinen Kollegen Werner Schumann das Motiv einer geöffneten Hand. Im Handballen liegen die Gemeinschaftsräume, in den Fingern die Wohnungen, alle mit Blick aufs Grüne. Eine großzügige, lichtdurchflutete Eingangshalle, Säulen, eine Sonnenterrasse mit Teich, der Blick auf ein Landschaftsschutzgebiet - der Betrachter fühlt sich an ein Hotel erinnert. So jedenfalls beschrieb die Leine-Zeitung den Neubau. „Wir durften unser Konzept ohne Änderungen umsetzen - das ist nicht selbstverständlich“, sagte Reichert. „Die 97 Einzelzimmer waren 1995 ein Novum für Garbsen“, sagte Rolf Degener vom Vorstand der Altenheimstiftung Lotto Niedersachsen, die damals 28 Millionen Mark in den Neubau investierte.

Diese Atmosphäre gefällt Gisela Hildebrand. Sie ist Bewohnerin der ersten Stunde, seit März 1995 lebt sie am Kochslandweg. „Ich liebe die Natur rund um das Heim“, sagt die 79-jährige Berenbostelerin. „Doch am besten ist das Essen.“ Auch drei Mitarbeiter von 1995 sind noch dabei: Britta Wilde, Monika Twachtmann und Marcus Buwitt.

Von Jutta Grätz

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