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Stadt setzt weiter auf Zentralbad

Bauvorhaben Stadt setzt weiter auf Zentralbad

Die Verwaltung hat die lange versprochene Ratsvorlage zur Zukunft des Schwimmangebots vorgelegt. Überraschungen, die über das bisher Bekannte hinausgehen, gibt es darin keine mehr.

Garbsen. Die Verwaltung wiederholt und präzisiert ihre Argumentation, wonach sich die Stadt zwei Bäder nicht mehr leisten kann und die Lösung aus finanzpolitischer und gesamtstädtischer Sicht nur ein Sportbad in der Stadtmitte sein kann.

Größe und Zuschnitt des Bades haben sich in dem Konzept nicht geändert: Es soll sechs - bei Verkleinerung acht - 25-Meter-Bahnen, einen Sprungturm und ein Zusatzbecken geben. Ein Freibad ist nicht vorgesehen. Mehr könne und dürfe sich die Stadt nicht leisten, heißt es. Ab dem nächsten Jahr, so wird in der Vorlage drastisch formuliert, sei „die dauerhafte Leistungsfähigkeit der Stadt Garbsen nicht mehr gewährleistet“. Es bestehe spätestens ab 2017 für den Rat die Pflicht, „ein Haushaltssicherungskonzept zu erarbeiten, das auch Einsparungen im sozialen, kulturellen und sportlichen Bereich betreffen kann“.

In der Vorlage geht die Verwaltung auch auf mögliche Investorenmodelle für ein Spaß- und Familienbad ein. Mit mehreren Fachfirmen seien Gespräche geführt worden, bei denen die Renditeerwartungen von allen als äußerst gering eingeschätzt worden seien. Die Stadt würde demnach den Bau eines Spaß- und Freizeitbades übernehmen und den Firmen zum Betrieb kostenfrei überlassen. Dabei bestehe aber ein erhebliches finanzielles Risiko: Im Falle eines Scheiterns des Investors müsse die Kommune „ein überdimensioniertes Bad zurücknehmen, langfristig finanzieren und aufwendig betreiben oder schließen“, heißt es in der Vorlage.

In diesen Tagen ist den Ratsmitgliedern auch ein Konzeptvorschlag vom Garbsener Unternehmensberater Harald Knust unterbreitet worden, der ein Zentralbad mit Biotopen, Wander- und Radwegen, Sole-Thermalbecken, Hamam-Bad und Saunen, mit Gastronomie und Souvenirverkauf vorsieht. Finanziert werden soll das Ganze durch Gründung einer Stiftung Garbsener Bäder Infrastruktur GmbH, in die nach Vorschlag Knusts die Stadt die veranschlagten 14 Millionen Euro sowie spendenfreudige Unternehmen und Bürger einzahlen könnten.

Die Beratung in den politischen Gremien beginnt nach den Sommerferien im September.

Von Bernd Riedel

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