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Integration per Masterplan

Garbsen Integration per Masterplan

Die Integration von Flüchtlingen soll in Garbsen gezielt und effizient gefördert werden. Im Rathaus wird an einem Masterplan gearbeitet, seit die Aufnahme und Unterbringung der Asylsuchenden als vordringliches Ziel gelungen ist. Am Donnerstagabend war der Auftakt mit einer Fachtagung in der Aula Planetenring.

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Moderator Volker Walpuski bringt, auch mittels Körpersprache, die Teilnehmer der Fachtagung zum Reden.

Quelle: Bernd Riedel

Auf der Horst. Rund 900 Flüchtlinge sind in den vergangenen zwei Jahren in Garbsen aufgenommen worden, darunter fast 200 Kinder. 150 Vertreter aus Organisationen, die direkt und indirekt mit Flüchtlingsarbeit und Integration zu tun haben, haben sich bei der Tagung am Donnerstagabend über ihre Erfahrungen ausgetauscht und erste Anregungen gesammelt, an welchen Stellen Verbesserungen nötig und/oder wünschenswert sind. Das Netzwerk Willkommen, Integrationslotsen, weitere ehrenamtliche und hauptamtliche Flüchtlingshelfer, der Integrationsbeirat, Schulen, Kitas, Vereine und Verbände, Kirchengemeinden, das Sozialprojekt Neuland, Politik und Verwaltung waren vertreten.

Die Parlamentarische Staatssekretärin und SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks hielt das Eingangsreferat. Sie machte den Aktiven der Flüchtlingsarbeit in Garbsen Mut und machte klar, dass Integration von beiden Seiten aktiv angegangen werden müsse. Integration sei ein "aufwändiges, langfristiges Solidarprojekt", sagte Marks. Unabdingbar sei es, auch Frauen und Kinder - vor allem über Sprachangebote - aktiv anzusprechen.

Im Masterplan sollen Strategien und Werkzeuge niedergelegt werden, auf die immer wieder zurückgegriffen werden kann. Es gehe nicht nur um die aktuelle Situation, sagte Barbara Willhauck-Wilken, Leiterin der Abteilung Jugend und Integration im Rathaus, sondern auch darum, künftig auf ähnliche Situationen vorbereitet zu sein: "Wir haben schon eine Menge Erfahrung mit Integration, etwa 100 unterschiedliche Nationalitäten gibt es bei uns." Es werde immer Zuwanderung geben.

Die Wübben Stiftung aus Düsseldorf ist von dem Plan überzeugt und unterstützt die Stadt finanziell mit 10.000 Euro. Die Fäden laufen bei einer vierköpfigen Arbeitsgruppe im Rathaus zusammen: bei Barbara Willhauck-Wilken, Yesim Celik, der Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit, der Gleichstellungsbeauftragten Karen Eger und bei Birgit Schrader vom Fachbereich Bildung und Jugend.

Der Masterplan wird über die Fachbereichsgrenzen hinaus erarbeitet, deshalb fallen derzeit keine weiteren Kosten an. Anders könnte es aussehen, wenn der Masterplan steht: Dann wird es eine Beschlussvorlage für den Rat geben. Der entscheidet über die Umsetzung, gegebenenfalls auch über den Einsatz von Geld.

Der Prozess hat erst begonnen. Die drei professionellen Moderatoren, die bei der Tagung die Arbeitskreise leiteten, werten die Ergebnisse jetzt aus. Gesucht wird nach Verbesserungsmöglichkeiten, nach Organisations- und Kommunikationslücken, die geschlossen werden müssen, nach Optimierung bei einzelnen Abläufen und nach Hinweisen, welche Themenfelder weitere Workshops aufgreifen und vertiefen sollten.

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Eine der Kardinalfragen, die von den Moderatoren in Kärtchenform auf die Tische gestellt wurden: Flüchtlinge einbeziehen - aber wie?

Quelle: Bernd Riedel
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