Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Garbsener gedenken der Kriegsopfer

Garbsen Garbsener gedenken der Kriegsopfer

Kranzniederlegungen, Gedenkreden, Gottesdienste: Hunderte Garbsener haben am Sonntag zum Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht.  

Voriger Artikel
Urkunden für Garbsens  Stadtradler
Nächster Artikel
Bosse-See: Stadt weist alle Einwände zurück

Volkstrauertag in Garbsen: Im Rathaus gedenken rund 100 Gäste der Opfer von Krieg und Gewalt.

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Im Rathaus arrangierten Ortsrat Garbsen und Stadtverwaltung eine zentrale Gedenkfeier, zu der rund 100 Gäste kamen. Würdig war sie, still, mahnend und doch leicht durch die beschwingten Stücke des Gospelchores Swinging Church. „Unsere Verantwortung gilt dem Frieden“, sagte Ortsbürgermeister Franz Genegel. „Und Frieden“, sagte Willehadi-Pastorin Renate Muckelberg, „ist eine Hoffnung, die uns durch diese zerrissene Welt leitet.“ Zerrissenheit  war das Thema des Vortrags von Matthias Witt-Brummermann, Psychologe am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Der Major sprach über die umfassende Vor- und Nachsorge für Soldaten. „Je besser im Vorfeld das Training ist, desto geringer ist die Chance einer Erkrankung“, sagte er. Besonders den Familien traumatisierter Soldaten gebühre die ganze Aufmerksamkeit der Gesellschaft. „Wir sind eine Parlamentsarmee und arbeiten im Auftrag dieser Gesellschaft“, sagte Witt-Brummermann.

ec5db942-cd3f-11e7-b179-61ae44f9263a

Würdig, still, mahnend und hoffnungsvoll haben sich die Feiern zum Volkstrauertag in Garbsen gestaltet. Rund 100 Besucher kamen zur zentralen Feier ins Rathaus.

Zur Bildergalerie

  

In Stelingen kamen mehr als 70 Vertreter aus Ortspolitik, Kirche, Feuerwehr und Vereinen zur Feierstunde in die Feuerwache.  Vor der Kranzniederlegung am Ehrenmal ließ Gunda Mesenbrink die Teilnehmer in die Geschichte der Stelinger Heinz Mesenbrink und Herbert Murtfeld eintauchen. Beide starben im Zweiten Weltkrieg in Russland, beziehungsweise gelten als vermisst. Fritz Michler betonte in seiner Rede, dass der Volkstrauertag auch den Auftrag in sich trage , für Menschenrechte, Freiheit und Humanität einzutreten.

In der feierlichen Gedenkstunde in der Osterwalder Kirche hielt Garbsens Ratsvorsitzender Hartmut Büttner die Ansprache. „Wir sind entsetzt, was heute Terrororganisationen im Namen eines Glaubens gegen Andersgläubige anrichten“, sagte Büttner. Der religiös motivierte Terrorismus sei ein Angriff auf alle entwickelten Kulturen. „Ich weiß, dass es uns Deutschen schwer fällt, sich so richtig zu freuen. Aber wir hätten dafür drei Gründe: Wir leben seit 72 Jahren ohne Krieg in Freiheit. Es gibt keine Toten mehr an der Mauer. Und es gibt keinen staatlichen Terror mehr. Bei allen Schwierigkeiten, in denen die Europäische Union steckt: Die Abwesenheit von Krieg ist als Friedensdividende ein unschätzbares Gut“, sagte Büttner. 

Von Markus Holz und Jutta Grätz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xgcte8m57t1jrkfw6y2
Schüler diskutieren über Zukunft der Ozeane

Fotostrecke Garbsen: Schüler diskutieren über Zukunft der Ozeane

Lebensart-Garbsen

Viele interessante Informationen, Adressen und Unternehmen aus Hannovers Nachbarort finden Sie im innovativen Netzwerk "Lebensart Garbsen". mehr