Der Steuerzahlerbund hat am Freitag eine Aufstellung zu den 24 größten Städten Niedersachsens vorgestellt. Untersucht wurden die Einnahmen aus Gewerbesteuer, Grundsteuer, Einkommensteuer und Umsatzsteuer. Zusammengerechnet erzielte Garbsen daraus Einnahmen von 708 Euro pro Einwohner und liegt damit auf dem viertletzten Platz. Spitzenreiter Langenhagen nimmt mit 1601 Euro mehr als doppelt so viel ein.
Grund für die schlechten Zahlen ist Garbsens vergleichsweise schwache Wirtschaft. So liegt die Stadt bei der Gewerbesteuer mit 209 pro Einwohner sogar auf dem vorletzten Platz – hier kommt Garbsen sogar nur auf ein Fünftel der landesweiten besten Werte. Das Gewerbesteueraufkommen spielt wiederum auch bei der Verteilung der Umsatzsteueranteile eine starke Rolle, sodass Garbsen auch dabei schlecht abschneidet: 18 Euro pro Einwohner, letzter Platz.
Besser sieht es dagegen bei der Einkommensteuer aus. Der Anteil der Kommunen wird nach dem Steueraufkommen der Einwohner festgelegt, und das ist in Garbsen ordentlich. In dieser Kategorie erreicht die Stadt sogar den vierten Platz. Das heißt: In Garbsen wohnen viele Leute, die gut verdienen – doch ihre Arbeitgeber sind meist außerhalb angesiedelt.
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Kommentare
BdSt "Steuerzahler" – 04.07.09
Dass der BdSt immer noch ungestraft ohne Anführungszeichen ausgeschrieben werden darf... Der BdSt betreibt reine Klientelpolitik in erster Linie im Interesse von Gewerbetreibenden und Selbstständigen (vgl. http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_161.pdf) und vertritt mitnichten die Interessen der "Steuerzahler" - so wenig wie die INSM eine wirklich soziale Marktwirtschaft will oder Bildungspolitik im Interesse aller betreibt.