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Stadt tritt Netzwerk "Zuhause sicher" bei

Mehr Schutz vor Einbrechern Stadt tritt Netzwerk "Zuhause sicher" bei

692 Einbrüche und Einbruchversuche zählte die Polizeiinspektion Garbsen im vergangenen Jahr. 90 davon allein in Garbsen selbst. Noch immer zu viele, meinen Stadt und Polizei. Um die Zahl zu senken, will Garbsen verstärkt auf Prävention setzen und ist dem Netzwerk "Zuhause sicher" beigetreten.

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Jedes Haus im Netzwerk "Zuhause sicher", das richtig geschützt ist, erhält eine Plakette: Kriminaldirektorin Renate Folberth-Seibel (v.l.), Bürgermeister Christian Grahl, Roger Möhle und Polizeirätin Andrea Volkmer bei der Plakettenübergabe an die Stadt.

Quelle: Sabine Gurol

Garbsen. "Es geht darum, die Bürger zu sensibilisieren", sagte Bürgermeister Christian Grahl (CDU) gestern im Rathaus. Jeder Einbruch habe nicht nur finanzielle, sondern auch psychische Folgen. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk sollen nun Haus- und Wohnungseigentümer die Möglichkeit bekommen, sich in Sachen Einbruchs-, aber auch Brandschutz beraten zu lassen. Einbrechern soll es damit von vornherein schwerer gemacht werden.

Mitglied im Netzwerk, das 2005 auf Initiative der Polizei Nordrhein-Westfalen gegründet wurde, sind nicht nur Kommunen und Polizei. 350 Partner gehören dazu, unter anderem auch Handwerksbetriebe. Die Stadt spielt keine aktive Rolle, außer bei der Veröffentlichung von Informationen zum Thema Sicherheit. Die Hauptrolle spielt die Polizei. 

Das Präventionskonzept fußt dabei vor allem auf einem etwa zweistündigen, kostenlosen Beratungstermin direkt im Wohnhaus durch Mitarbeiter der Technischen Prävention der Polizeidirektion Hannover. Bei einer sogenannten Schwachstellenanalyse erkennen die Mitarbeiter, welche Bereiche im Haus Einbrecher als Einstiegsmöglichkeit suchen könnten. "Die häufigsten Schwachstellen sind Türen und Fenster", sagte Michael Fritsch, Kriminalhauptkommissar bei der Polizeidirektion Hannover.

Nach jeder Vor-Ort-Beratung gibt es ein Protokoll, in dem festgehalten wird, wo etwas verbessert werden muss. Die Vorschläge umzusetzen,  kostet nach Angaben von Fritsch meist etwa 3000 bis 3500 Euro. Immobilieneigentümer können Handwerksbetriebe beauftragen, die Mitglied einer sogenannten Schutzgemeinschaft innerhalb des Netzwerkes sind. Diese kennen sich mit der Sicherheitstechnik aus, müssen sich vor der Aufnahme speziell schulen lassen und bestimmte Kriterien erfüllen, um in die Liste aufgenommen zu werden. Am Ende können Eigenheimbesitzer ihr Haus noch einmal von der Polizei prüfen lassen. Wenn die Sicherheit spürbar verbessert wurde, gibt es eine Plakette.

Dass die Plakette von Einbrechern als Warnsignal erkannt wird, zeigen nach Angaben der Polizei Zahlen: 643 Plaketten hat das Netzwerk Zuhause sicher seit 2010 vergeben. "Wir hatten noch nicht einen dokumentierten Angriff auf ein Objekt, an dem die Plakette hängt", sagte Fritsch.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter zuhause-sicher.de. Anfragen für Beratungstermine nimmt die Polizeidirektion Hannover unter Telefon (0511) 1 09 11 14 entgegen.

Von Sabine Gurol

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