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Garbsen und Wrzesnia bekräftigen ihr Bündnis

Garbsen Garbsen und Wrzesnia bekräftigen ihr Bündnis

Die Eheschließung zwischen Garbsen und seiner polnischen Partnerstadt Wrzesnia erfolgte am 23. Oktober 1991 in einem Trauzimmer. Die Ehe hält bis heute, von Scheidung keine Spur. Im Gegenteil: Beide Kommunen bekräftigten das Bündnis mit dem Unterzeichnen einer erweiterten Partnerschaftsurkunde.

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25 Jahre Partnerschaft zwischen Garbsen und Wrzesnia: Bürgermeister Thomas Kaluzny (rechts) übergibt ein Geschenk an Bürgermeister Christian Grahl. Christof Slaby (Mitte) übersetzt.

Quelle: Lütjens

Garbsen-Mitte. Mit einem stimmungsvollen Festakt haben Vertreter beider Städte im Rathaus ihre Partnerschaft gefeiert. Thomas Kaluzny, Bürgermeister aus Wrzesnia, trug sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Anschließend unterzeichneten er und Garbsens Bürgermeister Christian Grahl die Partnerschaftsurkunde. Diese ist vor allem vom gemeinsamen Einsatz für ein geeintes und sicheres Europa geprägt. Ein Gedanke, der sich wie ein roter Faden durch die Grußworte der Redner zog.

Die Partnerschaft zwischen beiden Städten wurde in einer Zeit begründet, als davon noch keine Rede sein konnte. Anfang der achtziger Jahre nahm das Johannes-Kepler-Gymnasium Kontakt zu der polnischen Kleinstadt auf. Doch erst nach dem Mauerfall und der friedlichen Revolution in Polen kam der Gedanke an eine Partnerschaft auf. Der damalige Bürgermeister Garbsens, Wolfgang Galler, sowie sein Stellvertreter Günter Heidkämper, machten Nägel mit Köpfen und überzeugten Celestin Bachorz, damals Bürgermeister von Wrzesnia.

Am 4. September unterschrieben sie die Partnerschaftsurkunde in Garbsen und am 23. Oktober 1991 in Wrzesnia. Der Gedanke von Beginn an: Vorurteile, Feindschaft und historische Belastungen überwinden, Begegnungen schaffen und Freundschaften knüpfen. Bürgermeister Christian Grahl brachte es mit einem Zitat von Richard von Weizäcker auf den Punkt: "Wo Begegnung ist, wächst Verständnis. Wo Verständnis ist, wächst Freundschaft. Wo Freundschaft ist, wächst Frieden."

Thomas Kaluzny betonte, dass die Partnerschaft vor allem durch die Jugend getragen werden müsse, da sie frei von historischen Geschehnissen und Vorurteilen sei. Das Bündnis mit Wrzesnia ist eine der aktivsten Partnerschaften der Stadt. Gymnasien und IGS pflegen einen regen Austausch über das Comenius-Projekt, polnische Schüler nehmen am internationalen Vorlesewettbewerb in Garbsen teil, es gibt Begegnungen auf musikalischer und sportlicher Ebene. Auch die Feuerwehr Osterwald Oberende pflegt rege Kontakte. Ortsbrandmeister Frank Muhlert empfing die polnische Delegation im Gerätehaus. Dieter Roggenkamp, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Garbsen, wünschte sich in seiner Ansprache eine größere Beteiligung von Erwachsenen am Austausch.

Celestin Bachorz betonte die gemeinsame Verantwortung für Europa. "Ich möchte nicht in einem Europa des Brexit, des Rassismus und Nationalismus leben", sagte er. Städte können zum Motor der Begegnung und der europäischen Einigung werden, unterstrich Grahl.

Für das Rahmenprogramm des Festaktes sorgten Pianist Moto Harada, der in Polen studiert hat, die Tanzgruppe des SC Polonia sowie Inna Vysotzka und Viktor Vysotzki mit Pianist Marc Figge mit Highlights der Popmusik.

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