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Oberschule statt Auslaufmodell Hauptschule

Garbsen Oberschule statt Auslaufmodell Hauptschule

Die Hauptschule ist ein Auslaufmodell – kein Kind will dort freiwillig unterrichtet werden, Eltern wollen ihre Kinder höher positioniert sehen – deren Erfolg nach der Schule hängt davon ab. Die Situation ist alarmierend: Die Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule im Schulzentrum I im Stadtteil Auf der Horst hat für das neue Schuljahr 14 Anmeldungen.

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Auslaufmodell: Die Nikolaus-Kopernikus-Hauptschule hat bisher 14 Anmeldungen für das neue Schuljahr.

Quelle: Bernd Riedel

Auf der Horst/Berenbostel. In der Georg-Elser-Hauptschule sind es 18 Anmeldungen. So war es im Schulausschuss am Mittwochabend zu hören. Zu Beginn des Schuljahres 2015/16 bestand der Jahrgang 5 der Hauptschulen lediglich aus Schülern, die an der IGS nicht zum Zuge kamen, und Inklusionskindern.

Die Schullandschaft in Garbsen muss zukunftssicher gestaltet werden. Eine Herkulesaufgabe, bei der die zur Verfügung stehenden Schulräume, die Schülerzahlen, der Eltern- und der Lehrerwille berücksichtigt werden müssen. So darf eine IGS nur auf Antrag der Schulen eingeführt werden, und die Gymnasien sollen in Garbsen Bestandsschutz haben.

Lange ist in den Garbsener politischen Gremien die Möglichkeit einer zweiten IGS diskutiert worden – für viele eine Aussicht mit Hindernissen. Jetzt gibt es eine Wende: Es sollen zwei Oberschulen gegründet werden, das ist ein Kompromiss, dem sich aller Voraussicht nach nicht nur alle Ratsfraktionen, sondern auch die Eltern- und die Lehrervertretungen anschließen. In den Schulzentren I und III würden jeweils die Haupt- und Realschulen zusammengefasst.

Ob mit oder ohne gymnasialen Zweig – das war eine der großen Frage im Schulausschuss: Sozialdezernentin Iris Metge musste den Wünschen nach einem Gymnasialzweig eine Absage erteilen: Die prognostizierten Anmeldezahlen reichten dafür nicht aus. Ohne gymnasiales Angebot wären 48 neue Schüler jährlich ausreichend, mit Gymnasialzweig würden 75 Anmeldungen benötigt.

Die Grünen wollen die Eltern umfassend informieren lassen, deren Kinder künftig auf die Oberschule gehen würden. Sie auch mitbestimmen zu lassen über die Schulentwicklung, das lehnten SPD und CDU ab. In den Fraktionen muss noch diskutiert werden. Eine Beschlussvorlage soll es bis zur nächsten Sitzung des Schulausschusses am 17. August geben. Möglichst zuvor sollen die Eltern informiert werden. Am 5. September könnte der Rat der Stadt entscheiden. Dann wären es noch sieben Wochen bis zum Antragsschluss für die Oberschulen am 31. Oktober. Die Zeit drängt. Denn funktioniert der Zeitplan nicht, dann könnten die Oberschulen frühestens zum Schuljahr 2018/19 eingeführt werden – und das wäre nicht gut für die Hauptschulen.

Die Oberschule, wie sie in Niedersachsen seit 2011 eingeführt ist, umfasst die Klassen 5 bis 10. Eine Oberschule kann mit gymnasialem Angebot bis Klasse 10 oder ohne geführt werden. So steht es auf der Homepage des Niedersächsischen Kultusministeriums. Der Vorteil für die Garbsener Verhältnisse liegt darin, dass in den beiden betroffenen Schulzentren I und III jeweils Haupt- und Realschule zusammengefasst würden – auf diese Weise fällt die Erosion im Hauptschulbereich nicht mehr ins Gewicht. Am Ende des 9. Schuljahrgangs kann der Hauptschul-, am Ende des 10. ein Realschulabschluss erworben werden. Das Abitur ist nicht möglich, dazu muss der Schüler auf ein Gymnasium oder eine Gesamtschule wechseln.

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Der Plan ist, Realschulen und Hauptschulen - hier die Georg-Elser-Hauptschule in Berenbostel - zu Oberschulen zusammenzufassen.

Quelle: Bernd Riedel
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