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GSC klagt gegen Steuer auf Zuschüsse

Garbsen GSC klagt gegen Steuer auf Zuschüsse

Garbsener Sportvereine wollen gegen die Besteuerung des sogenannten Pflegekostenzuschusses der Stadt vorgehen. Der Garbsener Sport-Club (GSC), mit rund 1200 Mitgliedern einer der größten Sportvereine der Stadt, hat sich ebenfalls mit dem Finanzamt angelegt. Der Verein hat Klage eingereicht.

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Die Pflege der Plätze ist für Sportvereine aufwendig. Deshalb zahlt die Stadt Zuschüsse. Die will das Finanzamt besteuern.

Quelle: Sven Sokoll

Auf der Horst. Die Klage richtet sich vor allem gegen die Einordnung des Zuschusses in den wirtschaftlichen Geschäftsbereich der Vereine. Das Finanzamt Hannover-Land argumentiert damit, dass es sich bei der Pflege der Plätze und Anlagen um eine Dienstleistung handele. Dafür werden 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben. „Wir haben unseren Bescheid bekommen und müssen rückwirkend für drei Jahre Steuern nachzahlen“, sagte Alexandra Arndt vom Vorstand des GSC.

Der Verein musste nicht nur Umsatz-, sondern auch Kapitalertragssteuer nachzahlen. Durch Sponsoring und Veranstaltungen wurde der Steuerfreibetrag überschritten. „Wir kommen aus der Nummer nicht völlig heraus, wollen aber mit der Klage wenigstens erreichen, dass die Umsatzsteuer auf sieben Prozent gesenkt wird“, sagte Arndt. Sie fordert, dass sich auch die Sportverbände des Problems annehmen.

Ein Problem sei ihrer Ansicht nach auch die Bezeichnung als Pflegekostenzuschuss. Die Pflege der Anlagen komme dem Sport zugute und müsse demnach auch dort eingeordnet werden. „Die Steuern würden schon die Kosten für einen Platzwart decken“, sagt die Schatzmeisterin verärgert. Es müsse eine wasserdichte Regelung gefunden werden, welche die Vereine nicht noch mehr belastet.

Dass das möglich ist, ist längst bewiesen: Ein Lösung ist in der Nachbarkommune Neustadt bereits gefunden. Nach Verhandlungen zwischen Finanzamt Nienburg, Stadtverwaltung und Sportring wurden bereits im Jahr 2009 neue Pachtverträge mit den Vereinen zur kostenlosen Nutzung der Sportflächen aufgesetzt. Diese bürden den Sportvereinen keine weiteren finanziellen Belastungen auf.

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