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Finanzamt verärgert Vereine

Garbsen Finanzamt verärgert Vereine

Der TuS Garbsen und andere Sportvereine haben Streit mit dem Finanzamt Hannover-Land. Dabei geht es um die Besteuerung von Zuschüssen, die der TuS von der Stadt Garbsen für Pflege- und Unterhaltungskosten erhält. Der Verein rüstet sich gemeinsam mit weiteren Sportvereinen, um dagegen vorzugehen.

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Die Sportvereine kümmern sich um die Platzpflege. Dafür erhalten sie Zuschüsse von der Stadt, die nun besteuert werden sollen.

Quelle: Lütjens

Altgarbsen. „Nach Ansicht des Finanzamtes handelt es sich um sogenannte unechte Zuschüsse. Dafür will die Behörde 19 Prozent Umsatzsteuer erheben, weil es um eine Dienstleistung geht“, sagt Karl Heinz Löffler, Kassenwart des TuS Garbsen. Zwar gibt es aktuell noch keinen Bescheid, aber der Verein plant, dagegen vorzugehen. Der Vorstand hat einen Steuerberater eingeschaltet und ist im Gespräch mit der Stadtverwaltung, um sich rechtlich abzusichern.

„Wir wollen das erst einmal klären und prüfen lassen“, sagte Löffler. Seiner Kenntnis nach sei die Besteuerung der Zuschüsse nur im Umland der Fall. Der Verein habe sich brieflich sogar an das Finanzministerium gewandt. Doch das Schreiben blieb bislang ungehört.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach Anzahl der Plätze. Der TuS hat drei Plätze, zwei am Kochslandweg und einen am Osterberg.

Der TSV Horst verfügt über zwei Sport- und vier Tennisplätze. Er will sich dem Protest des TuS anschließen. Die Horster haben außerdem den SV Wacker Osterwald, MTV Meyenfeld und SV Frielingen mit ins Boot geholt. „Wir haben einen Kenner des Steuerrechts beauftragt, einen Einspruch zu formulieren. Er wird sich auch mit dem Berater des TuS Garbsen zusammensetzen“, sagt Vorsitzender Jürgen Werner. Dann solle ein Musterschreiben aufgesetzt und an alle anderen Sportvereine geschickt werden. „Wir müssen mit einer Stimme sprechen“, sagt Werner. Seiner Ansicht nach sei es nicht einzusehen, dass beispielsweise Olympiastützpunkte von der Besteuerung befreit sind und die kleinen Vereine zahlen müssen. Diese regeln die Platzpflege meist in Eigenregie mit Ehrenamtlichen.

Eine Stellungnahme von der Oberfinanzdirektion Niedersachsen war nicht zu bekommen. Die Stadtverwaltung plant bei der Gestaltung der Zuschüsse, die Vereine von der Belastung durch die Umsatzsteuer freizustellen. Das teilte Sprecherin Jutta Grätz mit.

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