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Videothek Nr.1
 macht Platz für neuen Mieter

Garbsen Videothek Nr.1
 macht Platz für neuen Mieter

Das Onlineangebot ist übermächtig - wer braucht heute noch eine Videothek? Viele Filmfreunde leihen über das Internet. Die Videothek Nr. 1 an der Osteriede in Garbsen hat lange dagegengehalten. Jetzt ist ein Ende absehbar. Der Verleih schließt im November nach fast 30 Jahren.

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Die Kunden bleiben aus, die Chefin ist oft allein in der Videothek Nr.1 mit ihren mehr als 2000 Filmen und Spielen. "Es ist schade", sagt sie, "das war für mich immer ein bisschen wie zu Hause."

Quelle: Markus Holz

Garbsen. Die letzte Videothek für Garbsen geht vor den Stream-Diensten und Internetangeboten in die Knie: Die Videothek Nr. 1 an der Osteriede schließt spätestens Ende November. Im Sommer hatte sich Gründer, Inhaber und Betreiber Dietmar Engelhardt noch standhaft gezeigt gegen die digitale Konkurrenz und versprochen: Wir bleiben und suchen unsere Marktlücken. Aber Engelhardt ist auch Unternehmer. Er hat einen Nachmieter, die Einnahmen werden besser sein, als die aus der Videothek. "Wir haben Nachmieter gesucht, aber im Sommer war das noch lange nicht absehbar", sagte Engelhardt.

Bis Ende Oktober können Kunden noch Filme und Spiele ausleihen. Am 1. November beginnt der Ausverkauf. Rund 2000 CD, DVD und Spiele hat die Videothek noch im Angebot. Engelhardt will alles verkaufen. „Wenn sich das gut läuft, schließen wir vielleicht auch schon eher“, sagt der 61-Jährige. Die drei festangestellten Mitarbeiter sollen bereits Verträge für neue Jobs haben. Den Nachmieter will Engelhardt noch nicht nennen. Das Geschäft kommt aus Garbsen, und es gehört nicht zum Segment Mode oder Spielhalle. Es soll zum Jahresbeginn 2017 öffnen.

Engelhardt ist Eigentümer der Immobilie, die eigentlich nur eine Halle ist, aber sehr spezielle Mieter hat: Filmemacher Thomas Zettelmann betreibt dort seine Acrylbauwerkstatt, ein Fachbetrieb handelt mit Möbeln und gebrauchten Elektrogeräten, zur Straßenfront liegt der Anglershop, ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer betreibt seine Kanzlei dort. Der Standort mit seiner Nähe zum wachsenden Campus Maschinenbau sei ideal, sagt Engelhardt, er mache sich um Vermietungen keine Sorgen, aber er bedauert die Marktentwicklung sehr. Seine Videothek betreibt er seit 1987, und er weiß um seine Fans. "Aber was nützen 50 Fans", sagt er, "wenn man am Tag 150 Kunden braucht?"

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